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Finanzierung Seetalbahn bereinigt :
Behördendelegation Bund, SBB, Aargau und Luzern steht hinter dem innovativen Bahnprojekt

Das Mitwirkungsverfahren im Kanton Aargau ist abgeschlossen. Eine überwiegende Mehrheit der Antworten fordert eine rasche Sanierung. Der Kanton Luzern ist gegen eine Buslösung.

Die Vorbehalte gegen die Vorschläge der 80er Jahre sind meist überwunden. Die Behördendelegation steht überzeugt hinter dem innovativen Bahnprojekt und fühlt sich bestärkt, den eingeschlagenen Weg mit neuem Rollmaterial und einem rationellen Bahnbetrieb weiterzuverfolgen. Die Bahn bietet entscheidende Vorteile: Schnellzugsanschluss, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Komfort, Kapazität und eine Verbindung ohne Umsteigen von Luzern nach Lenzburg.

Projekt- und Kostenbereinigung

Mit dem Bundesamt für Verkehr konnten die in den letzten Monaten bearbeiteten generellen Projekte und Studien bereinigt und abgeschlossen werden. Sie bilden die Grundlage für die Berechnung der vom Bund anerkannten Kosten. Darin enthalten sind verschiedene Begehren, die im letzten Jahr in den Aussprachen zwischen den Baudepartementen Aargau und Luzern und den Gemeindebehörden formuliert wurden.Ja zur Bahn - die alten Bedenken zerstreut
Das soeben abgelaufene Mitwirkungsverfahren wurde rege benutzt. Einzelpersonen, Gemeinden, Parteien und Verbände sprechen sich grossmehrheitlich für die vorgeschlagenen Richtplanänderungen und eine rasche Sanierung des aufgelegten Konzeptes aus. Wünsche nach einer Verbesserung der Busverbindungen können im laufenden Verfahren zum Angebotskonzept 2001 eingebracht werden. Eine "Luxus-Busvariante" ist aber für den Kanton Aargau aus finanziellen Gründen nicht realisierbar; hier müssten die Gemeinden einspringen. Das schlanke Bahnprojekt wird von Bund und SBB in jeder Hinsicht unterstützt.

Finanzierungsvereinbarung bereinigt

Unter der Leitung von Regierungsrat Max Pfister, Luzern hat die Behördendelegation mit Vertretern des Kantons Aargau, des Kantons Luzern, des Bundesamtes für Verkehr und der SBB eine Finanzierungsvereinbarung im Grundsatz bereinigt, welche die Aufteilung der vom Bundesrat bewilligten Mittel zwischen den erwähnten Partnern regelt.

Behandlung im aargauischen Grossen Rat

Als nächster, wichtiger Schritt steht die Behandlung der Vorlage durch den Grossen Rat des Kantons Aargau bevor. Die Behördendelegation ist überzeugt, damit den jahrzehntelangen Diskussionen ein Ende setzen zu können. Mit einem Grundsatzbeschluss ist der Weg für die Projektierungsarbeiten in den Gemeindeabschnitten und die Bestellung des Rollmaterials frei.

Kanton Luzern erwartet grünes Licht aus Aarau

Im Kanton Luzern sind die politischen Entscheide zu Gunsten der Bahnsanierung bereits gefallen. Die erste Etappe des Projektes - die Umfahrung von Emmen bis Waldibrücke - ist gebaut und seit 1998 in Betrieb. Die Projektierungs- und Realisierungsarbeiten werden fortgesetzt, sobald ein positiver Entscheid aus Aarau kommt. Eine Buslösung lehnt der Kanton Luzern entschieden ab.

Sofortmassnahmen abgeschlossen

Mit Genugtuung nahmen die Behördevertreter zur Kenntnis, dass die Sofortmassnahmen im vergangenen Jahr durch die SBB AG wie vorgesehen installiert werden konnten. Bei 14 Bahnübergängen konnten provisorische Drehblinkanlagen installiert werden. Damit wird die Sicherheit in einem ersten Schritt für Bahn- und Strassenbenützer spürbar verbessert.

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