Erster Habsburgrapport der Militärdirektorin
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Traditioneller Empfang der Offiziere an historischer Stätte
Die Tradition des Habsburgrapports wird auch unter der neuen Militärdirektorin Susanne Hochuli hoch gehalten: Am Montagabend traf sich die Aargauer Regierung auf der Habsburg mit den Offizieren zum 62. Rapport.
Landammann Roland Brogli und Militärdirektorin Susanne Hochuli konnten auf der Habsburg neben zahlreichen hohen Aargauer Offizieren und Gästen aus Bund und Kanton sowohl Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee, als auch Korpskommandant Dominique Andrey, Kommandant Heer, begrüssen. Der Landammann betonte in seiner Begrüssung, die Armee sei "nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber im Aargau, sondern auch wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land". Die Schweiz sei vor diesem Hintergrund als freiheitliche und direkt-demokratische Gesellschaft "auf das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger in Gesellschaft, Politik und Militär angewiesen", sagte der Landammann.
Frage nach Sinn und Zweck der Milizarmee
Militärdirektorin Susanne Hochuli nahm die Idee der Milizarmee in ihrem Referat auf: "Wenn die Armee ein Problem hat, dann ist das nicht einfach ein Armeeproblem, sondern ein Problem, das uns alle angeht. Und das wir gemeinsam lösen müssen." Wörtlich führte sie vor den Offizieren aus: "Die Tatsache, dass von der Armee seit einiger Zeit fast ausschliesslich in unerfreulichen Zusammenhängen die Rede ist, hat auch mit der Armee selber zu tun. Klar, die Diskussion um die Mittel, die der Armee zur Verfügung stehen sollen, ist wichtig. Klar, die Debatte über die Bedrohungslage ist wichtig. Klar, die Auseinandersetzung mit den Auslandeinsätzen ist wichtig. Klar, das Nachdenken über die Zukunft der allgemeinen Wehrpflicht ist wichtig. Aber die Einzelteile müssen sich immer wieder zu einem Ganzen fügen. Und dieses Ganze geht für mich auf in der Frage nach Sinn und Zweck der Milizarmee, die von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes getragen wird."
Inhalt und Form gehören untrennbar zusammen
Die Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales plädierte deshalb dafür, "dass sich die Armeediskussion nicht nur um Rüstungsprogramme, Fahr- und Flugzeugbeschaffungen, sondern auch und vor allem um Inhalte dreht".
"Die Debatte um das Geld der Armee ersetzt die Diskussion um den Geist der Armee nicht, im Gegenteil. Vor allem aber: Die Armeediskussion muss eine sein, die nicht nur von jenen geführt wird, die am Habsburgrapport teilnehmen, sondern von allen, welche das Gesicht der Schweiz auch in dem erkennen wollen, was die Armee macht und wie sie sich darstellt. Denn Inhalt und Form gehören selten so untrennbar zusammen wie bei der Armee", führte Militärdirektorin Susanne Hochuli aus.
In der Folge ehrte sie eine Reihe von hohen Offizieren, die entweder in den Ruhestand treten oder den Aargau verlassen und hiess deren Nachfolger im Kanton willkommen.