Erneuter Anstieg der Bauinvestitionen
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Ergebnisse der Baustatistik 2005/2006
Die Bauausgaben des Jahres 2005 haben gegenüber dem Vorjahr um mehr als 7 Prozent zugenommen. Angesichts der gemeldeten Bauvorhaben ist für das Jahr 2006 aber eher von einer Stagnation auszugehen.
Gemäss den Resultaten der Baustatistik belaufen sich die Bauausgaben im Aargau für das Jahr 2005 auf insgesamt 3'539 Mio. Franken. Dies ergibt, verglichen mit dem Vorjahreswert von 3'298 Mio. Franken, eine Zunahme der Bauinvestitionen von 7.3 Prozent. Der öffentliche Bau hat gesamthaft von 845 auf 872 Mio. Franken um insgesamt 3.2 Prozent zugenommen. Noch stärker stiegen die Bauausgaben für den privaten Bau. Verglichen mit dem Vorjahr haben diese von 2'453 Mio. Franken auf 2'667 Mio. Franken oder um 8.7 Prozent zugenommen. Diese Zunahme ist vorwiegend auf den Wohnungsbau (plus 169 Mio. Franken beziehungsweise plus 9.6 Prozent) zurückzuführen. Aber auch der Industriebau (plus 82 Mio. Franken beziehungsweise plus 18.5 Prozent) trug in bedeutender Weise zum Ausgabenwachstum bei, während beim übrigen privaten Bau die Bauinvestitionen rückläufig waren (minus 36 Mio. Franken bzw. minus 14.8 Prozent).
Aufgrund der gemeldeten Bauvorhaben ist für 2006 gesamthaft eher mit einer Stagnation der Bauausgaben zu rechnen, was aber einzig durch eine verhältnismässig starke Abnahme der Bauvorhaben beim Industrie- und Gewerbebau und beim übrigen privaten Bau voraus zu sehen ist. Beim Wohnungsbau und bei den öffentlichen Bauvorhaben ist weiterhin von einer Zunahme auszugehen, welche im öffentlichen Bau mit rund 8 Prozent sogar markant ausfallen dürfte.
Das höhere Bauvolumen beim Wohnungsbau hat auch Auswirkungen auf die Zahl der erstellten neuen Wohnungen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau 3'618 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 239 (plus 6.9 Prozent) mehr als im Jahr 2004. Von den neu erstellten Wohnungen waren rund 38 Prozent (1'386) Einfamilienhäuser.
Infolge der erhöhten Wohnungsproduktion stieg im Kanton Aargau auch der Leerwohnungsbestand (gemessen jeweils am 1. Juni) im laufenden Jahr weiter an. Der Bestand der leer stehenden Wohnungen ist um 498 Einheiten auf 3'834 Wohnungen angewachsen. Dieser Anstieg ist auf leer stehende Wohnungen, die älter als zwei Jahre sind (plus 377 Einheiten), aber auch auf leer stehende Wohnungen in Neubauten (plus 121 Einheiten) zurückzuführen. 14.8 Prozent der leer stehenden Wohnungen (566) sind Einfamilienhäuser, die zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.