Erneuerung der Steuerinformatik VERANA
:
Grossrätliche Kommission genehmigt Kredit von 9,6 Millionen Franken
Die Kommission für Volkswirtschaft und Abgaben (VWA) stimmt der vom Regierungsrat beantragten Erneuerung des Veranlagungssystems für natürliche Personen (VERANA) zu.
Die grossrätliche Kommission für Volkswirtschaft und Abgaben (VWA) diskutierte an ihrer ersten Sitzung nach den Ferien die vom Regierungsrat im Juni verabschiedete Botschaft zur Erneuerung der Veranlagungsinformatik für natürliche Personen.
Die Notwendigkeit der Erneuerung des 15-jährigen Betriebssystems war ebenso wie das Eintreten auf die Vorlage unbestritten.
Zu Diskussionen Anlass gab vor allem die Höhe der wiederkehrenden Kosten, die wie die Investitionskosten vollumfänglich den Gemeinden weiterbelastet werden. Die Kommission forderte den Regierungsrat sowie die Leitung des Kantonalen Steueramts auf, bei den bevorstehenden Verhandlungen mit dem ausgewählten Systemanbieter ein besonderes Augenmerk auf die Kosten zu legen.
Nach kurzer Diskussion folgte die Kommission grossmehrheitlich dem Antrag des Regierungsrats und genehmigte den Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 9,6 Millionen Franken und einen jährlich wiederkehrenden Bruttoaufwand von 1,2 Millionen Franken ab 2019.
Notwendige Erneuerung der Informatik
Die seit 2001 in Betrieb stehende Informatikapplikation für die Veranlagung von natürlichen Personen soll technisch erneuert werden, da die Wartbarkeit und die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet werden können. Zusätzlich soll von einem dezentralen Betrieb in den einzelnen Gemeinden auf einen zentralen Betrieb im Kanton gewechselt werden, was den Installations- und Betriebsaufwand beträchtlich erleichtern soll. Die Erneuerung des Systems VERANA bildet zusammen mit einem neuen System für Grundstückschätzungen die dritte und letzte Phase in der kantonalen Informatikerneuerungsstrategie, die im Jahr 2005 vom Grossen Rat bewilligt worden war.
Die Vorlage VERANA wird voraussichtlich am 8. September 2015 im Grossen Rat behandelt.