Erfolgreiche Reh- und Wildschweinjagd
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Erste Resultate zum Jagdjahr im Aargau
Für die Aargauer Jagd ging Ende April ein anspruchsvolles Jahr zu Ende. Erste Auswertungen zeigen, dass die Abschussziele beim Rehwild weitgehend erreicht wurden. Auch bei den Wildschweinen liegt die Abschusszahl 20 Prozent über dem Vorjahr. Das Pilotprojekt zur Eindämmung der Schwarzwildschäden in besonders gefährdeten Gebieten wird fortgesetzt.
Nachdem der Sturm Lothar das Äsungsangebot der Rehe im Wald stark vergrössert hat, erhöhten die zuständigen Bezirksjagdkommissionen im Rahmen der Abschussplanung 2002/2004 die Abschusszahl für Rehe kantonsweit um rund 10 Prozent. In der Folge wurden im Aargau während dieser Periode rund 10'200 Tiere erlegt. In der Planungsperiode 2004/2006 haben sich die Jagdgesellschaften, Förster und Gemeinden zum Ziel gesetzt, die Abschussquote nochmals leicht anzuheben, um dem Anwachsen der Rehbestände entgegenzuwirken und den Jungwald nachhaltig vor Wildverbiss zu schützen. Mit 10'130 erlegten Rehen konnte die vorgegebene Quote von 10'472 Tieren zu 97 Prozent erreicht werden. In den vom Sturm Lothar am meisten betroffen Gebieten waren es gar 100 Prozent.
Wildschweine nach wie vor auf dem Vormarsch
Ebenfalls erfolgreich war die Wildschweinjagd. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl der erlegten Tiere um rund 20 Prozent auf 1221 Stück erhöht werden. Trotzdem ist die Summe der vom Schwarzwild verursachten Schäden im Kalenderjahr 2005 leicht gestiegen von CHF 290'000 auf CHF 345'000. Die Abschusseffizienz pendelte sich bei rund 280 Franken pro erlegtem Wildschwein ein. Der Zielwert von maximal CHF 250 konnte demnach nicht erreicht werden. Darüber hinaus zeichnet sich laut René Urs Altermatt, kantonaler Jagd- und Fischereiverwalter, aufgrund der im laufenden Kalenderjahr bereits zur Auszahlung gekommenen Wieslandschäden durch Wildschweine ein Anstieg der Gesamtschadensumme ab. Das Schadengeschehen konzentrierte sich wiederum stark auf das untere Fricktal, das Gebiet westlich des Klingnauerstausees sowie das Studenland. Diese Regionen sind seit September 2005 Gegenstand eines Pilotprojekts zur Optimierung der Schadenverhütungsmassnahmen. Über 60 Prozent der diesjährigen Schäden kamen in diesen Regionen zur Abschätzung: "Es müssen dort also möglichst bald umsetzbare und zielführende Massnahmenpakete geschnürt werden, um die Wildschweinschäden mittelfristig reduzieren zu können", erklärt René Urs Altermatt. "Derzeit liegt ein Expertenbericht auf dem Tisch. Er wird in der kantonalen Jagdexpertenkom-mission beraten".