Erfolgreiche Aargauer RAV
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Wirkungsindex für das Jahr 2001 bei 106 Prozent
Die sechs Aargauer regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeiteten im Jahre 2001 überdurchschnittlich erfolgreich. Ihr vom Bund berechneter Wirkungsindex erreichte 106 Prozent und liegt somit 6 Prozentpunkte über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt (100%).
Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) seit drei Jahren regelmässig berechnete Wirkungsindex beruht hauptsächlich auf der durchschnittlichen Dauer, während der jemand arbeitslos ist. Ein überdurchschnittlich grosser Anteil an Langzeitarbeitslosen und eine hohe Ausgesteuertenzahl haben eine Reduktion des Wirkungsindexes zur Folge. Mit diesem Verfahren wird der Erfolg der RAV bei der Eingliederung von Stellensuchenden abgebildet und über die gesamte Schweiz vergleichbar gemacht.
Der Wirkungsindex für den Kanton Aargau konnte im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte gesteigert werden (von 103 auf 106 Prozent). Diese Wirkungssteigerung gegenüber dem Landesmittel ist umso bemerkenswerter, als auch die gesamtschweizerischen Durchschnittswerte seit Errichtung der RAV wesentlich besser geworden sind.
Ausgehend von der durchschnittlichen aargauischen Arbeitslosenzahl von 3'721 Betroffenen (2001) und von einem durchschnittlichen Taggeld von 140 Franken entspricht die zwischen 1999 und 2001 im Aargau realisierte Reduktion der durchschnittlichen Bezugsdauer um 45 Tage einem Betrag von 23,5 Millionen Franken, um den die Arbeitslosenversicherung entlastet worden ist. Dies sind 10 Millionen Franken mehr als die aargauischen RAV im Jahre 2001 gekostet haben.
Die Kapazitäten und Mitarbeiterzahlen der RAV passen sich flexibel den sich rasch ändernden Arbeitsmarktverhältnissen an. Zwischen August 1998 und August 2001 ist die Zahl der bei den aargauischen RAV gemeldeten Stellensuchenden um 57 Prozent gesunken, jene der RAV-Mitarbeitenden um 41 Prozent. Sechs von zwölf RAV sind in dieser Zeit geschlossen worden. Von Juni 2001 bis Juni 2002 ist die Zahl der Stellensuchenden nun wieder um 76,0 Prozent gestiegen; jene der RAV-Mitarbeitenden nur um 27 Prozent.
Ein Schwerpunkt der RAV-Tätigkeit, welche keinen direkten Niederschlag im Wirkungsindex findet, ist die Unterstützung von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden, die von Betriebsschliessungen und Massenentlassungen betroffen sind. Damit kann in vielen Fällen im Sinne der Prävention Arbeitslosigkeit vermieden werden. Auf diese Weise können die RAV aber auch Erfahrungen sammeln und Know-how entwickeln. Dies wird ihnen in den kommenden Monaten sicher von Nutzen sein. Mit einer raschen Besserung der Wirtschafts- und Beschäftigungslage und mit bald wieder sinkenden Arbeitslosenzahlen ist zur Zeit leider nicht zu rechnen.