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Einsatz statt Ausbildung :
Habsburgempfang der Aargauer Regierung

Die Schweizer Armee wandle sich immer stärker "von der Ausbildungs- zur Einsatzarmee". Zur Armeereform XXI gebe es daher keine Alternative. Dies sagte Bundesrat Samuel Schmid am traditionellen Habsburgempfang des Aargauer Regierungsrates.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport erklärte am Montagabend auf Schloss Habsburg vor den Mitgliedern der Aargauer Kantonsregierung und den Aargauer Truppenkommandanten, der Habsburgrapport sei "der richtige Anlass, um über schwierige Herausforderungen Klartext zu reden". Die Unterstützung ziviler Sicherheitskräfte durch die Armee werde vom Ausnahme- zum Regelfall. Armee-Einsätze wie jene für das Weltwirtschafts-Forum in Davos oder den Industrieländer-Gipfel im benachbarten französischen Evian stellten höchste Anforderungen an die Truppe. Die militärische Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg werde zur praktischen Notwendigkeit.

Die Sicherheit müsse ohne zusätzliche Ressourcen erhöht werden, was nur mit Effizienzsteigerung und Prioritätensetzen möglich sei. Vor diesem Hintergrund habe er "keine Freude" am sich abzeichnenden Referendum gegen die Armeereform XXI, hielt Bundesrat Schmid fest.

Der Aargauer Regierungsrat hatte die abtretenden und die neuen Kommandanten der Aargauer Formationen zum 54. Empfang auf Schloss Habsburg eingeladen. Der Anlass wurde traditionsgemäss durch das Spiel der Aarauer Infanterie-Rekrutenschule begleitet. Der Habsburgrapport dient seit 1948 der Kontaktpflege zwischen Regierung und Militär.

Landammann und Militärdirektor Ernst Hasler stellte die Verbindungs-Funktion des Anlasses ins Zentrum seiner Ansprache. In Zeiten des ständigen und immer schnelleren Wandels brauche der Mensch Orientierungspunkte und festen Grund unter den Füssen. "Deshalb wird es den Habsburgrapport auch in der Struktur der Armee XXI geben, davon bin ich überzeugt."

Mit seinen drei Waffenplätzen in Aarau, Brugg und Bremgarten werde der Aargau auch in Zukunft hinter der Armee stehen und als treuer Verbündeter in der Eidgenossenschaft getreu dem Jubiläumsmotto "Der Aargau leistet viel" hinter der Armee stehen. Der Landammann dankte den rund 80 Offizieren und Gästen für ihren Einsatz im Dienste der Sicherheit der Schweiz. Sein besonderer Dank galt den scheidenden Kommandanten des Feldarmeekorps 2, Rudolf Zoller, bzw. der Übermittlungsabteilung 5, Oberstleutnant Roger René Müller (Brittnau) und dem Organisator des Anlasses, Oberst Martin Widmer, Chef der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz im aargauischen Gesundheitsdepartement.

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