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Ein Dorf wird evakuiert :
Stabsübung der Kantonalen Katastrophenorganisation

Wie bringt man 2000 Menschen möglichst rasch aus einer Gefahrenzone? In der Stabsübung "Wiboco" befassten sich Angehörige des Kantonalen Führungsstabs (KFS) erfolgreich mit dieser Evakuierungs-Aufgabe.

Der Kantonale Führungsstab (KFS) unterstützt bei Bedarf Kantonspolizei und Gemeinden in ausserordentlichen Lagen. Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, führt der KFS unter Führung der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz (AMB) des Gesundheitsdepartements regelmässig Übungen durch. Die Stabsübung 2004 stand unter dem Thema "Evakuierung". Szenario: In einer mittelgrossen Aargauer Gemeinde müssen 2000 Menschen und 270 Nutztiere innerhalb von drei Stunden aus einer Gefahrenzone evakuiert und danach 14 Tage an einem andern Ort untergebracht werden.

Rund 30 Angehörige der Katastrophenorganisation - grösstenteils kantonale Angestellte, die dem KFS im Nebenamt zugeteilt sind - wurden dazu alarmmässig aufgeboten und befassten sich dann unter Zeitdruck mit den planerischen und organisatorischen Aspekten zur Bewältigung einer solchen Situation in den Bereichen "Evakuierung", "Absperrung und Verkehr", "Unterkunft und medizinische Versorgung" und "Information". Ziel: Der Kanton verfügt nach der Übung über vordefinierte Abläufe in Form von Checklisten und Musterbefehlen, die im Ernstfall schematisch angewandt werden können.

Dieses Ziel wurde insgesamt zu 80 Prozent erreicht, womit die AMB eine gute Basis zur Vervollständigung der benötigten Stabshilfen hat. Übungsleiter René Müller, Chef Katastrophenvorsorge beim Kanton, konnte den Beübten demzufolge Note 5 ("gut") erteilen. Zufrieden mit Übungsverlauf und -ergebnis zeigten sich auch die "Wiboco"-Gäste, Grossratspräsident Thomas Lüpold, Vizepräsidentin Corina Eichenberger, Landammann Roland Brogli und Militärdirektor Ernst Hasler.

"Wiboco" ist übrigens die Abkürzung für "Widmer, Borer und Co.": KFS- und AMB-Chef Oberst Martin Widmer war der oberste Beübte, Kantonspolizeikommandant Dr. Léon Borer sorgte als Mitglied der Übungsleitung für realitätsnahe Vorgaben.

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