Durchbruch in der Behördendelegation
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Konsultation bis Ende März 1999
Die WSB soll im dicht besiedelten Gebiet Aarau-Buchs-Suhr auf die SBB-Trasse verlegt werden. Auch der Erhaltung der Nationalbahn zwischen Suhr und Zofingen und der Umstel-lung auf Bus zwischen Lenzburg, Suhr, Aarau stimmte die Behördendelegation Regionalver-kehr Aarau - Suhr - Lenzburg/Zofingen zu.
Unter dem Vorsitz von Regierungsrat Dr. Thomas Pfisterer hat die Behördendelegation mit den Regionalplanungspräsidenten Dr. Marcel Guignard (Aarau), Urs Locher (Zofingen) und Ruedi Baumann (Lenzburg), Vertretern aller Gemeinderäte, der SBB und der WSB sich auf die Kompromissvariante "ABS" (Aarau-Buchs-Suhr) geeinigt, und zwar einstimmig. Sie vereinigt die Vorteile der bisherigen Varianten Parallelführung SBB/WSB, nimmt aber gewisse Nachteile vor allem des Umsteigens in Suhr sowie die Umstellung auf Bus zwischen Lenzburg, Suhr und Aarau in Kauf. Die "ABS" Variante gründet im Kern auf einem Vorschlag des Planungsverbandes Aarau.
ABS bedeutet Verlegung der Wynen- und Suhrentalbahn (WSB) zwischen Suhr und Aarau auf das Trasse der SBB. Die Personenzüge auf der Nationalbahn verkehren nur noch zwischen Zofingen und Suhr mit der Option auf Weiterführung bis ins Wynenfeld. Reisende aus Richtung Zofingen nach Aarau steigen in Oberentfelden oder Suhr auf die WSB um. Die WSB verkehrt zwischen Oberentfelden - Aarau und Suhr durchgehend, tramähnlich, mit kurzem Zwischenhalt in Aarau im 15 Minutentakt. Dadurch entstehen optimale Umsteigebeziehungen auf die Nationalbahn Richtung Kölliken-Safenwil-Zofingen. Der Personenverkehr Lenzburg - Suhr und Hunzenschwil - Aarau wird mit Bussen abgewickelt. Als Güterbahn und Umfahrungsstrecke bleibt die Nationalbahn Lenzburg - Suhr - Zofingen erhalten.
Die Gemeinden und Regionalplanungsverbände sind eingeladen, sich zu diesem Vorschlag der Behördendelegation bis Ende März 1999 zu äussern. Die SBB haben versprochen, eine neue, billigere Offerte zu erstellen. Damit ist die Chance für einen breiten, gesamtkantonalen Konsens wesentlich besser. Das Baudepartement wird dem Regierungsrat sodann Anträge bezüglich weiterem Vorgehen stellen. Der Grosse Rat soll Gelegenheit erhalten, im Sommer einen Grundsatzbeschluss zu fassen. Dann folgen die Bauprojekte.