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Doppelstrategie beschlossen :
Sondermülldeponie Kölliken

An einer gemeinsamen Sitzung haben sich der Steuerungsausschuss und die Unternehmensleitung der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) auf eine Doppelstrategie festgelegt: Realisierung dringlicher Grundwasserschutzmassnahmen und gleichzeitig Einleitung und Prüfung der Möglichkeiten der Gesamtsanierung mit einem Ideenwettbewerb.

Aufgrund der 1997 beschlossenen Neuorganisation tagte der Steuerungsausschuss der SMDK zum ersten Mal. Er setzt sich zusammen aus Regierungsrat Dr. Thomas Pfisterer, dem Zürcher Regierungsrat Hans Hofmann, der Zürcher Stadträtin Kathrin Martelli und Armin Meile, Geschäftsleiter der Clariant (Schweiz) AG als Vertreter der Basler Chemie. Kathrin Martelli übernimmt neu das Präsidium des Steuerungsausschusses. Im Beisein der Unternehmensleitung der SMDK beschloss der Steuerungsausschuss gestützt auf einen allgemeinen Expertenkonsens, bis ins Jahr 2002 eine hydraulische Massnahme (Drainage) entlang des ganzen südlichen Randes der Deponie zu errichten. Die Kosten dieser Grundwasserschutzmassnahme belaufen sich auf 12 bis 15 Millionen Franken. Damit wird eine zur Zeit ausreichende Sicherung des Grundwassers der Kölliker Rinne erreicht. Weitergehende Massnahmen wie der Einbau einer Dichtwand - mit entsprechenden Mehrkosten - können vorderhand unterbleiben.

Parallel zur beschlossenen Sicherungsmassnahme wird ein Ideenwettbewerb für die Gesamtsanierung der Deponie vorbereitet. Mit dieser Doppelstrategie streben die vier Konsortialpartner (Kantone Aargau und Zürich, Stadt Zürich und Basler Chemie) die momentan grösstmögliche Sicherheit für das Grundwasser an. Gleichzeitig erhalten sie mit dem Ideenwettbewerb wichtige Entscheidgrundlagen für eine künftige Gesamtsanierung. Diese kann aus Sicht der Experten kurz- und mittelfristig jedoch kaum erreicht werden.

Im Herbst soll die Leistungsvereinbarung mit Inhalt, Globalkredit und Controlling festgelegt werden. Gleichzeitig richtete der Steuerungsausschuss an die Partner die Bitte, in den nächsten Monaten die finanziellen Mittel zu bewilligen.

  • Staatskanzlei