Detailergebnisse der Grossratswahlen 2005
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Grossratswahlen vom 27. Februar 2005
Das Statistische Amt hat wiederum eine umfangreiche statistische Auswertung der Grossratswahlen durchgeführt. Im Vordergrund dieser Analyse stehen nicht nur die Partei- und Kandidatenstimmen, sondern es wird versucht, einen tieferen Einblick in das Verhalten der Wählerinnen und Wähler zu erhalten, indem die unveränderten und vor allem die veränderten Wahlzettel analysiert werden. Das Hauptgewicht liegt dabei auf den panaschierten Stimmen.
Ergebnisse
Hauptergebnis der Wahl ist sicher die Sitzverteilung: Von den 140 Mandaten erhielt die SVP 46, die SP 30, die CVP 26 und die FDP 24. Somit erreichten die vier grossen Parteien 90% aller Sitze. In die restlichen 14 Sitze teilten sich die Grünen und die EVP mit je sieben Sitzen. Insgesamt 51 Sitze (36,4%) wurden von Frauen gewonnen (2001: 29.0%). Die Stimmbeteiligung lag bei 33,2% (2001: 42,0%).
Veränderte und unveränderte Wahlzettel
Die vorgedruckten Wahlzettel können durch die Wählenden derart abgeändert werden, dass aufgeführte Kandidierende gestrichen oder andere hinzugefügt werden können. Da beim neuen Wahlsystem mit dem Kandidatenstimmenproporz, im Gegensatz zum Listenstimmenproporz bei früheren Wahlen, das Panaschieren (Aufführen einer Kandidatin oder eines Kandidaten einer fremden Liste) einen direkten Einfluss auf die Sitzverteilung hat, ist der Anteil von unveränderten Wahlzetteln für die Parteien von grösserem Interesse als früher. Der Anteil ist gegenüber früheren Wahlen auch gestiegen. Lag er 2001 noch bei 26,8% so betrug er in diesem Jahr im Durchschnitt 28,4%. Bei SVP, FDP, EVP und Grünen lag der Anteil sogar über 30%, einzig bei der CVP war er deutlich kleiner.
Panaschierte Stimmen
Das Aufführen von parteifremden Kandidatinnen und Kandidaten auf den Wahlzetteln nennt man panaschieren. Interessant ist dabei, wie viele Kandidatenstimmen die Kandidierenden einer Partei von fremden Listen erhalten haben und wie viele Kandidatenstimmen von eigenen Listen an fremde Kandidaten abgegeben wurden.
Während die SVP nur knapp 10% ihrer Kandidatenstimmen von fremden Listen erhalten hat, lag dieser Anteil bei SP und CVP zwischen 15% und 20%, bei FDP und EVP über 20% und bei den Grünen sogar über 30%. Umgekehrt gaben Wählerinnen und Wähler der Grünen 18% ihrer Stimmen an parteifremde Kandidatinnen und Kandidaten ab (über 10'000 davon an SP-Kandidierende). Bei SP, CVP und EVP lag dieser Anteil zwischen 12 und 13,5%, bei der FDP bei 10,5% und bei der SVP bei 9%.
Die Publikation zeigt auch für alle gewählten Grossrätinnen und Grossräte wie viele Stimmen sie insgesamt von welchen Listen erhalten haben.