Der Benchmark 2007
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Durchschnittliche Fallkosten sinken im Vergleich zum Vorjahr minimal
Zum dritten Jahr in Folge wird AP-DRG (All Patient Diagnosis Related Groups) als Grundlage für die Abgeltungen der öffentlichen Hand verwendet. Bei der Gesamtbetrachtung der Aargauer Kantons- und Regionalspitäler zeigt sich, dass die durchschnittlichen Fallkosten 2007 geringfügig gesunken sind.
Die vorliegenden Vergleichsdaten 2007 wurden mit Vertretern der Akutspitäler sowie des Departements für Gesundheit und Soziales aufbereitet und zeigen folgendes Bild: Das Kantonsspital Baden weist mit durchschnittlichen Fallkosten von 6 640 Franken die niedrigsten Kosten aus. Dahinter folgt das Gesundheitszentrum Fricktal (Spitäler Laufenburg und Rheinfelden) mit 6 853 Franken, die ASANA Spitäler Leuggern und Menziken mit 6 969 Franken, das Spital Muri mit 7 038 Franken, das Spital Zofingen mit 7 295 Franken, sowie das Kantonsspital Aarau mit 7 357 Franken.
Wie im Vorjahr zeigt sich eine Annäherung zwischen dem teuersten und kostengünstigsten Spital. Betrug die Differenz im Jahr 2006 1 347 Franken, halbierte sie sich nahezu für das Jahr 2007 auf 717 Franken. Dieses Ergebnis ist auf das erfolgreiche Bestreben der Spitäler, ihre Leistungen wirtschaftlich zu erbringen, zurückzuführen. Angemerkt wird, dass obwohl die Kosten pro Fall gesunken sind, die Steigerung der Fallzahl im Kanton zu Mehrkosten geführt hat.
Die Zahlen weisen die durchschnittlichen normierten stationären Fallkosten 2007 unter Berücksichtigung des medizinischen Schweregrads aus. Nicht enthalten sind die Investitionskosten, die Kosten der Gemeinwirtschaftlichen Leistungen (vor allem Bereitschaftsdienst, Aus- und Weiterbildung, akademische Lehre und Forschung) sowie die ambulanten Kosten. Dabei handelt es sich um eine Verknüpfung der medizinischen mit den finanziellen Daten. Gestützt auf die vorliegenden Grundlagen werden in den nächsten Wochen die Leistungseinkaufsverhandlungen 2009 geführt. Dabei werden jedoch nicht nur die Kosten pro Fall einbezogen, sondern auch die anderen genannten Kostenblöcke. Unter Betrachtung sämtlicher Kostenelemente kann es zu Verschiebungen in der Rangfolge der einzelnen Spitäler kommen. Insofern haben die Kostendaten keine absolute Bedeutung. Ein Vergleich mit anderen Kantonen ist aufgrund verschiedener Berechnungsgrundlage nicht möglich.
Das Instrument des Benchmarks ist ein wichtiger Beitrag zur Transparenz über die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen. Das erfolgreiche Aargauer Modell wird ab 1. Januar 2012 auf schweizerischer Ebene mit der KVG Revision eingeführt. Ernst Hasler, Vorsteher Departement Gesundheit und Soziales, nimmt die guten Resultate der Spitäler zur Kenntnis und dankt den Verantwortlichen für die geleistete Arbeit.