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"chumm go fäschte" :
Eine Alkoholpräventionskampagne zur Einhaltung des Jugendschutzes

Angesichts des hohen Alkoholkonsums junger Menschen fördert das Gesundheitsdepartement die Umsetzung der gesetzlich festgelegten Jugendschutzbestimmungen. Die Gemeinden, denen die Verantwortung für den Vollzug der Jugendschutzbestimmungen obliegt, erhalten mit der Broschüre ein praktisches Instrument für die Alkoholprävention.

"chumm go fäschte" lautet der auffordernde Titel der neuen Broschüre des Gesundheitsdepartementes und der Suchtpräventionsstellen. Es ist nicht das Ziel der Prävention, Alkohol von Veranstaltungen zu verbannen. Die Anlässe sollen aber so durchgeführt werden, dass die geltenden Jugendschutzbestimmungen korrekt und konsequent umgesetzt werden. Alkohol ist heute der grösste Risikofaktor für Gesundheit und soziale Integration im Jugendalter und in der Adoleszenz. Untersuchungen zeigen ein düsteres Bild: Jeder vierte 15-jährige Schweizer Schüler gibt an, einen episodischen Risikokonsum zu pflegen, d.h. innerhalb der letzten 30 Tage mindestens zwei mal 5 oder mehr Gläser Alkohol getrunken zu haben. Oder jeder 15-jährige Jugendliche konsumierte innerhalb der letzten 30 Tage mindestens 10 mal Alkohol und über 40 % der 15/16-jährigen Jungen geben an, schon mindestens 2 mal betrunken gewesen zu sein. Diese Resultate sind umso bedenklicher, als das Jugendlichen unter 16 Jahren von Gesetzes wegen überhaupt kein Alkohol abgegeben oder verkauft werden darf. Hier setzt die Broschüre "chumm go fäschte an". Sie wird den Gemeinden des Kantons in genügender Anzahl kostenlos zur Verfügung gestellt, damit sie den Veranstaltern, die um eine Bewilligung für die Durchführung eines Anlasses nachfragen, abgegeben werden kann. Die umfassenden Informationen zur Alkoholprävention erläutern nachvollziehbar, warum Jugendschutzbestimmungen festgesetzt wurden und wie sie sinnvoll umgesetzt werden können, ohne dass ein Fest an Attraktivität verlieren muss. Eine Checkliste erleichtert die Planung der Veranstaltung. Die Gemeinden, denen die Verantwortung für den Vollzug der Jugendschutzbestimmungen obliegt, erhalten mit der Broschüre in Form einer Mappe ein praktisches Instrument, dem bei Bedarf weitere gemeindespezifische Informationen zugefügt werden können. Die wünschbare Verbindlichkeit der Bestimmungen können die Gemeinden durch den Einsatz der dazugehörenden Muster-Bewilligung fördern, die den Anliegen des Jugendschutzes besonders Rechnung trägt.

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