Chance für realitätsnahes Training
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Mittlere Baregg-Tunnelröhre als Übungsplatz
In der mittleren Röhre der Baregg-Tunnelanlage finden vom 5. bis 9. Januar 2004 realistische Katastrophen-Übungen statt. Beteiligt sind dabei Stützpunkt-Feuerwehren aus dem ganzen Kanton sowie das Kantonale Katastrophenelement (KKE Aargau).
Vor dem Hintergrund der verschiedenen Tunnel-Katastrophen der letzten Jahre besteht für Einsatz- und Rettungskräfte ein grosses Interesse, realistische Übungen in Tunnels durchzuführen. Allerdings gibt es in der Schweiz und auch im benachbarten Ausland sehr wenig Möglichkeiten, Einsatzkräfte in solchen Szenarien zu schulen.
Eine solche Chance bietet sich nun an der Tunnelanlage am Baregg: Am 16. Dezember 2003 wurde dort die Südröhre nach der Sanierung dem Verkehr übergeben. Die Instandstellung der mittleren Röhre beginnt in der zweiten Januarwoche 2004. Somit steht diese Röhre in der ersten Januarwoche 2004 für Übungen der Feuerwehr-Einsatzkräfte zur Verfügung.
Vom 6. - 9. Januar 2004 wird mit diversen Stützpunkt-Feuerwehren aus dem Kanton Aargau sowie einigen Gast-Stützpunkt-Feuerwehren (z.B. Dietikon) jeweils abends von 19 bis ca. 22 Uhr eine Einsatzübung durchgeführt, wobei die beteiligten Feuerwehren die Einsatzleitung und die -infrastruktur (Fahrzeuge und Überwachungspersonal) stellen. Zusätzlich wird das Kantonale Katastrophenelement (KKE Aargau) in die Übungen integriert. An den vier Abenden werden je rund 150 Rettungskräfte im Einsatz stehen. Anhand eines simulierten LKW-Unfalls mit starker Rauch- und Hitzeentwicklung soll vor allem das richtige und sichere Arbeiten mit Langzeit-Atemschutzgeräten geübt werden. Organisation (inkl. Gestaltung des Bühnenbildes) und Übungsleitung liegen in den Händen der Stützpunktfeuerwehr Baden.
Mit einer solchen Übungsanlage können die Feuerwehren unter gesicherten Bedingungen Erfahrungen für einen realen Tunneleinsatz sammeln. Unterstützt wird die Übung vom Baudepartement und der Kantonspolizei Aargau. Wegen der engen Platzverhältnisse vor beiden Tunnelportalen ist die Übung für Zuschauer nicht zugänglich. Zusätzlich bitten die Verantwortlichen die Autofahrenden am Baregg um ein zügiges Passieren der Übungsregion in der angezeigten Geschwindigkeit.