Bulletin zur Regierungsratssitzung
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Invasive Neobiota stärker und koordinierter bekämpfen: Regierungsrat beantragt Verpflichtungskredit
Invasive Neobiota bedrohen die einheimische Artenvielfalt, beeinträchtigen Ökosysteme, verursachen Probleme auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, gefährden die Gesundheit der Bevölkerung und verursachen Schäden an Infrastrukturen. Schon heute ist der volkswirtschaftliche Schaden beträchtlich. Entsprechend hat der Grosse Rat Ende 2020 eine Motion für die verstärkte und koordinierte Umsetzung der kantonalen Neobiota-Strategie an den Regierungsrat überwiesen. Zudem hat der Grosse Rat im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans 2021–2024 eine Erhöhung der Mittel zur Neophyten-Bekämpfung für das Jahr 2021 um netto 250'000 Franken beschlossen.
Für die Umsetzung der Massnahmen der Neobiota-Strategie beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat nun einen Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von rund 14,45 Millionen Franken für sechs Jahre. Dieser Kredit verteilt sich schwerpunktmässig auf die Abteilungen Landschaft und Gewässer, Umwelt, Wald und Landwirtschaft und dient in erster Linie der Eindämmung und Eliminierung invasiver Neophytenvorkommen auf Flächen im Zuständigkeitsbereich des Kantons. Die zwingend nötigen, zusätzlichen personellen Ressourcen sind integraler Bestandteil des Kredits. Damit wird zum einen die koordinierte Organisation, Durchführung und Überwachung der Bekämpfung für die verschiedenen Aufgaben¬bereiche innerhalb des Kanton gewährleistet und somit eine wirkungsvolle Umsetzung im Feld sichergestellt. Zum anderen erfolgt eine zielgruppenorientierte Beratung und Koordination der Aktivitäten von Gemeinden und Freiwilligen in den Bereichen Prävention und Bekämpfung.
Botschaft an den Grossen Rat GR 21.280