Brunnenmeister drücken Schulbank
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Aargauisches Trinkwasserseminar 2002
Rund 450 Brunnenmeister und Verantwortliche für die Wasserversorgung in den Gemeinden bilden sich dieser Tage weiter. Initiant des Weiterbildungsseminars ist das Kantonale Labor des Gesundheitsdepartementes.
"Dem Trinkwasser im Kanton Aargau kann ein gutes Zeugnis ausgestellt werden", sagt Peter Grütter, Aargauer Kantonschemiker, "Ziel ist es, den hohen Stand der Wasserqualität zu halten". Zu verdanken ist die hohe Qualität des Aargauer Trinkwassers den Bemühungen im Umweltschutzbereich und den Qualitätssicherungsmassnahmen der Gemeinden. Seit 1995 die Qualitätssicherung beim Trinkwasser eingeführt wurde, kommt ein Grossteil der Gemeinden diesem Anliegen nach. Mindestens zweimal jährlich werden durch die Wasserversorgungen Trinkwasserproben erhoben. Als gesetzliche Aufsichtsbehörde nimmt das Kantonale Labor zusätzliche Stichproben vor.
Wasserqualität ist besser geworden
Betreffend der chemischen Zusammensetzung hat die Trinkwasserqualität in den letzten Jahren eher zugenommen. Beim Nitratgehalt sind die Resultate Erfolg versprechend, ist doch die Tendenz sinkend. Vielerorts wurden auf freiwilliger Basis Massnahmen zur Senkung des getroffen.
Das Trinkwasserseminar des Gesundheitsdepartementes findet alle vier Jahre statt. Veranstaltungsorte sind Unterentfelden, Windisch, Muri und Eiken. Die Weiterbildung richtet sich an die neugewählten Gemeindebehörden und die zuständigen Brunnenmeister. Neben den gesetzlichen Grundlagen und neuen Erkenntnissen in der Qualitätssicherung erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Beispiele aus den Bereichen Mikrobiologie, Installationskontrolle, Unterhalt und Korrosionserscheinungen in Trinkwasserbehältern.
Kaum Tritium im Trinkwasser
Aktuelle Informationen runden die halbtägige Weiterbildungsveranstaltung ab. So wurden Trinkwasserfassungen in der Nähe von Altlasten und Deponien beprobt und auf diverse Schadstoffe hin Untersucht. Im vergangenen Jahr zum ersten Mal das radioaktive Isotop Tritium ins Analysenprogramm aufgenommen. Die Messwerte all dieser Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine negative Beeinflussung des Trinkwassers. So waren die gemessenen Werte für Tritium sehr tief. Der höchste Wert lag bei 2,8 Bq/l (Toleranzwert: 1'000 Bequerel pro Liter). Auch aus Altlasten oder Deponien konnte keine negative Beeinflussung festgestellt werden.