Blockzeiten: Motivationskampagne gefordert
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Unterstützung durch Anstossfinanzierung des Bundes möglich
Blockzeiten und familienergänzende Kinderbetreuung sollen im Kanton Aargau mit einer Motivationskampagne gefördert werden. Dies rät der Gleichstellungsrat der Regierung. Mit der Anstossfinanzierung des Bundes stehen den Gemeinden die nötigen Mittel zur Verfügung.
Der Gleichstellungsrat ist das fachliche Beratungsorgan des Regierungsrates in Fragen der Gleichstellung der Geschlechter. Unter der Leitung von Co-Präsidentin Barbara Kunz-Egloff trafen sich die Mitglieder anfangs September 2002 mit einer Abordnung des Regierungsrates, bestehend aus Landammann Ernst Hasler und Landstatthalter Peter C. Beyeler, um ihre Anliegen vorzubringen. An der Sitzung nahmen auch Staatsschreiber Marc Pfirter und das Leitungsteam der Fachstelle für Gleichstellung von Frauen und Männern (FGFM), Susanne Seytter und Enrico Violi, teil. Ein nächstes Treffen wird auf Frühjahr 2003 geplant.
Als erstes, kurzfristig zu verwirklichendes Anliegen rät der Gleichstellungsrat dem Regierungsrat zu einer Motivationskampagne für die Umsetzung der Einführung von Blockzeiten auf Gemeindeebene. Der Regierungsrat soll dabei die Gemeindebehörden, Interessengruppen und Eltern durch Projektierungshilfen und Begleitung im Prozess unterstützen. Ebenfalls soll er die Gemeinden auffordern, Mittel aus der Anstossfinanzierung des Bundes anzufordern.
Als zweites, längerfristig angelegtes Vorhaben soll der Regierungsrat nach Auffassung des Gleichstellungsrates ein zukunftsweisendes Projekt für vielfältige und zeitgemässe familienergänzende Kinderbetreuung im Kanton Aargau lancieren. Gemäss Projektskizze des Gleichstellungsrates soll dafür ein Fond zu gleichen Teilen von Kanton und Wirtschaft geäufnet werden. Die Aufgabe der Gemeinden wäre es, passende Betreuungsmöglichkeiten (Krippenplätze, Tageschulen, Horte, Hütedienste etc) zu schaffen. Auch dieses Projekt kann von der Anstossfinanzierung des Bundes profitieren.
Die Abordnung des Regierungsrates hat die Anliegen des Gleichstellungsrates zur Kenntnis genommen. Der Regierungsrat wird sich mit den Vorschlägen auseinander setzen.