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Besserer Schutz für Kinder :
Regierungsrat wählte 12-köpfige Fachkommission

Eine neue Kinderschutzkommission soll sich als Beratungsgremium des Gesundheitsdepartements mit der Problematik der Kindsmisshandlungen befassen. Als erste Aufgabe soll sie gemäss Entscheid des Regierungsrates den Aufbau je einer langzeitorientierten Kinderschutzgruppe in den vier Hauptregionen des Aargaus an die Hand nehmen.

Die Einsicht, dass Kinder stärker zu schützen sind, gewinnt in den letzten Jahren stark an Boden. Die gesetzlichen Grundlagen, um diesen Schutz zu verbessern, sind im Aargau bereits vorhanden. Eine vom Gesundheitsdepartement im Sommer 1997 eingesetzte Arbeitsgruppe hat nach einer eingehenden Analyse grundsätzlich vier Massnahmen vorgeschlagen. Der Regierungsrat hat diesen Vorschlägen am Mittwoch zugestimmt:

- Als Beratungsgremium des Gesundheitsdepartements wird per 1.1. 1999 eine Kinderschutzkommission gebildet. Personell setzt sie sich aus der Arbeitsgruppe und zwei weiteren Fachpersonen zusammen, insgesamt 12 Mitglieder. Präsident ist der Kinderarzt Markus Wopmann, der die interdisziplinäre Kinderschutzgruppe im Kantonsspital Baden aufgebaut hat. Die Kinderschutzgruppen der beiden Kantonsspitäler übernehmen gemeinsam mit dem Notfalldienst des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes die Funktion einer rund um die Uhr betriebenen Notfallanlaufstelle.
- Zur Verstärkung des kantonsweiten Schutznetzes soll die Kommission zusätzlich vier Kinderschutzgruppen als langzeitorientierte Stützpunkte in den vier Hauptregionen errichten. Sie werden voraussichtlich den vier Ambulatorien des Kinder- und Jungendpsychiatrischen Dienstes angegliedert.
- Bis heute fehlen auch Pflegeplätze, die in Krisensituationen kurzfristig verfügbar sind. Das Erziehungsdepartement, das zurzeit ein entsprechendes Projekt bearbeitet, wird dafür sorgen, dass vor allem für Kleinkinder Plätze in Heimen und Pflegefamilien jederzeit bereit stehen.
- Die vierte ins Auge gefasste Verbesserung betrifft das Vormundschaftswesen. Geplant ist in erster Linie eine verbesserte Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet des Kinderschutzes für Gemeindebehörden.

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