Besserer Hochwasserschutz im Suhrental
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Geplantes Rückhaltebecken im Raum Staffelbach vorgestellt
Der Kanton Aargau hat zusammen mit dem Regionalplanungsverband Suhrental und den betroffenen Gemeindebehörden von Reitnau bis Aarau ein Vorprojekt für den Hochwasserschutz im Suhrental erarbeitet. Geplant sind ein Hochwasserrückhaltebecken im Raum Staffelbach und Teilausbauten an der Suhre. Am 14. Juni 2011 wurden Grundeigentümer und Bewirtschafter im vorgesehenen Stauraum des Rückhaltebeckens über das Vorprojekt aus erster Hand informiert.
Die neu erstellte Gefahrenkarte Hochwasser zeigt, dass im Suhrental Handlungsbedarf besteht. So ist die Abflusskapazität der Suhre im Siedlungsgebiet auf rund zwei Kilometer ungenügend und achtzehn Brücken sind zu knapp bemessen. Betroffen von einem allfälligen Hochwasser sind 65 Hektar Baugebiet, 40 Hektar Landwirtschaftsgebiet, rund 600 Gebäude sowie verschiedene Industrieanlagen. Das Schadenpotenzial bei einem hundertjährlichen Ereignis wird auf rund 27 Millionen Franken geschätzt.
In der Folge hat die Wasserbaufachstelle des Kantons Aargau, zusammen mit den betroffenen Gemeinden und unter der Leitung des Regionalplanungsverbands Suhrental, in einem Variantenstudium nach Lösungen für den regionalen Hochwasserschutz im Suhrental gesucht. Die Behördenvertretenden wurden eng in den Planungsprozess eingebunden und laufend über den Fortschritt der Arbeiten informiert.
Ziel des Projekts ist der Schutz des Siedlungsgebiets vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis. Da die engen Verhältnisse am Unterlauf der Suhre kaum lokale Ausbaumassnahmen zulassen, wird eine regionale Lösung mit einem Hochwasserrückhaltebecken und einem Teilausbau der Suhre vorgeschlagen. Im Falle eines Hochwassers würde das Wasser im Raum Staffelbach vorübergehend gespeichert, um den Abfluss in der Suhre gezielt auf eine für das Siedlungsgebiet verträgliche Wassermenge zu drosseln. Die Drosselung soll so erfolgen, dass erst ab fünfjährlichen Hochwasserereignissen Felder und Äcker im Beckenbereich betroffen sind. Bei einem hundertjährlichen Ereignis würden rund 80 Hektar Landwirtschaftsland auf den Gemeindegebieten von Staffelbach, Moosleerau, Attelwil und Reitnau überflutet.
Am 14. Juni 2011 informierten Regierungsrat Peter C. Beyeler sowie Vertreter der kantonalen Wasserbaufachstelle die betroffenen Grundeigentümer und Bewirtschafter über das Vorhaben. Dabei betonte Peter C. Beyeler, dass Grundeigentümer und Bewirtschafter die im Hochwasserfall von einer Überflutung betroffen sind, fair entschädigt werden.
In einem nächsten Schritt wird beim Regierungsrat ein Projektierungskredit beantragt und ein Bauprojekt ausgearbeitet. Der Regionalplanungsverband und die betroffenen Gemeinden sind weiterhin eng in den Prozess eingebunden.