Besserer Hochwasserschutz im Bünztal
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Machbarkeitsstudie ist auf grosses Interesse gestossen: Zwei Standorte für Hochwasser-Rückhaltebecken werden weiterverfolgt.
Der Kanton Aargau hat zusammen mit den betroffenen Gemeindebehörden von Muri bis Möriken-Wildegg und den beiden Regionalplanungsverbänden Oberes Freiamt und Unteres Bünztal ein Hochwassermanagement für das Bünztal erarbeitet und zur Vernehmlassung vorgelegt. Das Echo war gross. Der Hochwasserschutz muss verbessert werden. Für den Hochwasserrückhalt stehen zwei Standorte zur Diskussion.
Anfangs Juli 2008 wurde die Machbarkeitsstudie "Regionaler Hochwasserschutz Bünztal" zur Vernehmlassung vorgelegt. Das Interesse war gross: Alle angeschriebenen Stellen haben ihre Stellungnahme abgegeben. Im Vorfeld der Vernehmlassung hatte die Wasserbaufachstelle des Kantons Aargau zusammen mit den betroffenen Gemeinden und Regionalplanungsverbänden in einem Variantenstudium nach Lösungen für den regionalen Hochwasserschutz im Bünztal gesucht. Die Vertreter der Behörden wurden in vier Begleitgruppensitzungen eng in den Prozess eingebunden und laufend über den Fortschritt der Arbeiten informiert.
Die Bünztaler Gemeinden und die beiden Regionalplanungsverbände sehen zwei Standorte für ein Hochwasser-Rückhaltebecken in der engeren Auswahl: Das Nidermoos oberhalb von Bünzen oder den Raum zwischen Waltenschwil und Wohlen. Im Hochwasserfall wird das Wasser im Rückhaltebecken vorübergehend gespeichert, um den Abfluss in der Bünz gezielt auf eine für das Siedlungsgebiet verträgliche Wassermenge zu drosseln.
Die Gefahrenkarte zeigt den Handlungsbedarf im Bünztal auf. Die Abflusskapazität ist auf rund 10 Kilometern im Siedlungsgebiet ungenügend, 50 Brücken sind zu knapp. Betroffen sind rund 200 Hektaren Baugebiet, rund 750 Gebäude sowie Industrieanlagen. Das Schadenpotenzial liegt bei rund 80 Millionen Franken.
Das Ziel ist der Schutz des Siedlungsgebiets vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis. Gesucht wird eine regionale Lösung mit Hochwasser-Rückhaltebecken kombiniert mit einem Teilausbau der Bünz. Sieben Varianten wurden vertieft untersucht, ihre Bewertung erfolgte mit Fokus auf ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Kosten bewegen sich zwischen 17,0 und 25,5 Millionen Franken.
Die Vertreter der Behörden sehen bei den zwei vorgeschlagenen Hochwasser-Rückhaltebecken noch Optimierungsmöglichkeiten, welche die häufigen Überflutungsflächen massiv verkleinern sowie das Wasser rasch zum Abfliessen bringen sollen. Wichtig ist ihnen, dass die Grundeigentümer und Bewirtschafter, die im Hochwasserfall von einer Überflutung betroffen sind, fair entschädigt werden.
In einem nächsten Schritt werden die zur engeren Auswahl stehenden Hochwasser-Rückhaltebecken vertieft untersucht und optimiert. Die betroffenen Gemeinden und Regionalplanungsverbände sind weiterhin eng in den Prozess mit eingebunden.