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Bessere Lebensräume für Fische :
In Villmergen wird der Holzbach biologisch aufgewertet

Am 30. September wird am Villmerger Holzbach mit Bauarbeiten begonnen: Mit der Renaturierung sollen Bachforellen, Groppen und unzählige Kleintiere wieder heimisch werden. Der schöne Baumbestand bleibt erhalten.

Wer von der Kantonsstrasse unterhalb Villmergens in den Holzbach schaut, ahnt kaum, dass Beton-Verbauungen den Wassertieren wenig Lebensraum lassen. Nun will die Sektion Jagd und Fischerei des Finanzdepartementes gezielte Lebensraumverbesserungen für Wassertiere vornehmen und so dem Holzbach zwischen Bahn und Kantonsstrasse zu neuem Leben verhelfen.

Ab 30. September werden auf einer 700 Meter langen Strecke unterhalb der neuen Brücke zum Industriegebiet alle störenden Betonelemente entfernt und durch naturgemässe Bachstrukturen ersetzt. Auch Kleinfische können nachher frei den Bach heraufschwimmen. Bis heute verhinderten die Betonschwellen den natürlichen Fischaufstieg. Weidenfaschinen und einzelne Blöcke sichern künftig das Ufer, ohne den Holzbach in ein starres Abflussgerinne zu zwängen. Kurze Strecken aus Bollensteinen gehen in ruhige Becken über; an Ästen und im lockeren Kies werden die Fische ihren Laich ablegen und so die Basis für eine sich natürlich vermehrende Fischpopulation legen. In Koordination mit dem Neubau der oberen Strassenbrücke soll im Frühling 1999 ein weiteres Bachstück renaturiert werden.

Für die Bauarbeiten muss ein Teil der Gebüsche auf den Stock gesetzt werden. Durch Neupflanzungen im Winter wird das Bachgehölz aber artenreicher und dichter. Damit kann es das Bachbett im Sommer besser vor der schädlichen Erwärmung schützen. Die Gemeinde, der Natur- und Vogelschutzverein und der Fischenzpächter begrüssen das Projekt.

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