Baubeginn Ostumfahrung Aarau
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Entlastung der Aarauer Altstadt rückt näher
Ab Ende 2001 soll der Aarauer Transitverkehr zu einem grossen Teil durch den Sauerländertunnel rollen. Am Dienstag war Baubeginn.
Der Baubeginn der vom Aarauer Volk, dem Grossen Rat und dem Regierungsrat beschlossenen Ostumfahrung markiert die erste Etappe der Verkehrssanierung Aarau. Die zweite Etappe soll der Staffeleggzubringer sein. Ohne ihn ist die Verkehrssanierung nicht voll realisierbar. Stadt und Kanton wollen bis zur Eröffnung der Ostumfahrung im Gespräch mit den Betroffenen das Ausmass der Altstadtsperrung festlegen.
Die Ostumfahrung der Innerstadt verbindet die nördliche Hauptzufahrt zur Stadt (Kettenbrücke) mit dem wichtigen Hauptverkehrsknoten im Osten (Kreuzplatz). Das Kernstück der neuen Anlage ist der 246 m lange Sauerländertunnel. Er besteht aus zwei Tagbauabschnitten und einem bergmännischen Teil unter den Liegenschaften Kuhn-Waser und Sauerländer. Eine wesentliche Funktion kommt dem auszubauenden Tellirain zu. Er ist die Verbindung zwischen dem grossen Stadtquartier Telli und der Innerstadt.
Die Verkehrsknoten Mühlematt, Sauerländer und Kreuzplatz werden mit Lichtsignalanlagen gesteuert. Beim Knoten Tellirain/Tellistrasse entsteht ein Verkehrskreisel. Ab Ende 2001 soll der Verkehr durch den Sauerländertunnel rollen. Die anderen Strassenbauarbeiten rund um den Tellirain und die Mühlemattstrasse dauern bis ins Jahr 2003. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf 43.4 Millionen Franken.
Nach wie vor ist die Neue Staffeleggstrasse mit dem zweiten Aareübergang nötig, um die Verkehrsprobleme in der Region Aarau, Biberstein, Rohr und Küttigen zu lösen. Der heutige Baubeginn ist nur der Start zur ersten Etappe der "Verkehrssanierung Aarau".
Das Gesamtprojekt Verkehrssanierung Aarau enthält die Sperrung der Aarauer Altstadt für den Durchgangsverkehr. Das entspricht der langjährigen aargauischen Verkehrspolitik, dem Erfordernis der Umweltverträglichkeit des Projektes sowie dem Ortsbildschutz. Aus dem letztgenannten Grund hat der Bund seinen Beitrag gesprochen. Ostumfahrung und Altstadt-Sperrung bilden ein Ganzes. Das Ausmass der Sperrung ist allerdings noch offen. Eine Arbeitsgruppe Stadt/Kanton ist an der Arbeit und sucht das Gespräch mit den Betroffenen. Ziel ist es, nach der Inbetriebnahme der Ostumfahrung die Massnahmen in der Altstadt rasch umzusetzen.