Austauschaktivitäten Aargau – Niederösterreich
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Gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Tourismus, Sport und Schule
Der Aargau wird in den kommenden Jahren einen vertieften Austausch mit dem Bundesland Niederösterreich pflegen. Der Regierungsrat hat beschlossen, das Interesse an Austauschaktivitäten abzuklären und konkrete Partnerschaftsprojekte anzuregen.
Sollten dadurch eine nachhaltige Zusammenarbeit im kulturellen, touristischen oder schulischen Bereich entstehen, könnte zu einem späteren Zeitpunkt eine institutionalisierte Partnerschaft entstehen.
Zwischen dem Bundesland Niederösterreich und dem Aargau bestehen interessante Gemeinsamkeiten. Der historische Bezug über das habsburgische Erbe bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte. Das junge und bevölkerungsmässig mit dem Aargau vergleichbare Bundesland vor den Toren der Grosstadt Wien weist vergleichbare politische und wirtschaftliche Strukturen auf. Kulturelles Leben, Brauchtum, touristische Angebote und eine vielgestaltige Landschaft bieten für beide Seiten neben Vertrautem auch viel Neues und Überraschendes. Das Kulturforum der Österreichischen Botschaft in Bern, das zusammen mit der aargauischen Staatskanzlei und der Abteilung Kultur die notwendigen Abklärungen traf, bestätigt das grosse Interesse Niederösterreichs an einer vertieften Kontaktnahme mit der Aargauer Bevölkerung.
Der Regierungsrat bekräftigt mit dieser Absichtserklärung den im Entwicklungsleitbild festgehaltenen Nutzen einer überregionalen Zusammenarbeit der kulturellen Institutionen. Ausserdem setzt er mit der Begünstigung von Austauschaktivitäten ein weiteres Zeichen zur Umsetzung der in den wirtschaftspolitischen Massnahmen verankerten Tourismusförderung.
Der Aufbau einer fruchtbaren Partnerschaft soll nach dem Willen des Regierungsrats von der Basis her erfolgen und erst in einem zweiten Schritt auf zwischenstaatlicher Ebene etabliert werden. Unter Einbezug möglicher Akteure aus dem Kultur-, Tourismus-, Schul- und Sportbereich entsteht in den kommenden Monaten ein Aktionsplan. Es ist beabsichtigt, dass die operativen Geschäfte nicht durch die Verwaltung selbst, sondern im Auftragsverhältnis durch eine geeignete Aussenstelle getätigt werden sollen. Ziel ist es, mit möglichst geringem administrativem Aufwand möglichst viele direkte kulturelle und persönliche Begegnungen herbeizuführen.