Aussprache zum Religionsunterricht
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Gespräche zwischen den Landeskirchen und dem Aargauer Erziehungsdepartement
Die drei Landeskirchen, die Vereinigung der aargauischen Schulpflegepräsidien und das Erziehungsdepartement haben sich zu einem Gespräch zum Religionsunterrichtes an den aargauischen Volkschulen getroffen. Erfreulicherweise durfte festgestellt werden, dass ein hoher Konsens zwischen den Partnern Kirche und Staat besteht, was die Inhalte des Religionsunterrichtes und die Differenzierung zwischen konfessionellem und schulischem Religionsunterricht betrifft.
Der überarbeitete Lehrplan Religion, der die Ziele und Inhalte des schulischen Religionsunterrichtes festlegt, geniesst eine hohe Akzeptanz. Er enthält nicht nur Religionskunde, sondern greift auch Fragen der Ethik, Werteerziehung und Philosophie auf und richtet sich damit an alle Schülerinnen und Schüler. Er ist verbindlich für alle Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler. Solange das Fach den Namen "Religion" trägt, ist die Durchsetzung des Obligatoriums wegen der Glaubens- und Gewissensfreiheit in Frage gestellt, weil damit eine Vermischung zwischen schulischem und kirchlichem Unterricht vermutet wird. Aus diesen Gründen prüfen die Landeskirchen und das Erziehungsdepartement den Namen des Faches. Erwünscht ist ein Name, der den Fachanliegen besser gerecht wird. Grosses Gewicht muss auf die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen gelegt werden. Langfristig müssten die Lehrpersonen die heute noch im schulischen Religionsunterricht tätigen kirchlichen Amtsträger ablösen können. Damit wird auch die Trennung zwischen dem konfessionellen und dem schulischen Religionsunterricht deutlicher werden. Weiter werden die Unterrichtshilfen aktualisiert, um dem überarbeiteten Lehrplan besser zu entsprechen und die Lehrpersonen in ihrem Auftrag wirkungsvoll zu unterstützen.