Ausgesprochen faszinierend
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Urs Hofmann zu seinen ersten 100 Tagen als Regierungsrat
Anfang April 2009 hat Regierungsrat Dr. Urs Hofmann sein Amt als Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres angetreten. Im Rahmen eines Mediengesprächs äusserte er sich über seine ersten Erfahrungen und die Schwerpunkte seiner ersten Legislatur.
Regierungsrat Urs Hofmann hat anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt die Medien zu einem Gespräch in die Jugend-Werkstatt Autonauten in der Aarauer Telli eingeladen, dem Quartier, in welchem Hofmann aufgewachsen ist. Er habe für die Medienkonferenz bewusst diesen Ort gewählt: Auch das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) sei eine "Werkstatt", in welcher über 2000 Mitarbeitende gemeinsam für gute Lebensbedingungen der Aargauerinnen und Aargauer arbeiten würden, sagte Hofmann. Zudem sei diese vom Kanton unterstützte Werkstatt für Jugendliche Ausdruck dafür, dass die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Integration Jugendlicher in die Arbeitswelt und eine aktive Wirtschaftspolitik ihm ein besonderes Anliegen seien.
Der Einstieg in sein neues Amt sei abrupt gewesen, erklärte Regierungsrat Hofmann: Die Umsetzung von Sofortmassnahmen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt Lucie T. habe ihn in den ersten 100 Tagen stark beschäftigt. Neben der Einleitung einer externen Untersuchung hat das DVI zusammen mit den Justizbehörden als Sofortmassnahme in kurzer Zeit einen Pikettdienst für Notfälle eingerichtet. Parallel dazu wurde eine Teilrevision der Strafprozessordnung in die Wege geleitet, um die Anordnung von Sicherheitshaft zu vereinfachen.
Das DVI ist das Wunschdepartement von Urs Hofmann. Es sei ein Departement mit einer beeindruckenden Vielfalt von Themen: vom Amt für Wirtschaft und Arbeit, das in der heutigen wirtschaftlichen Situation besonders gefordert sei, dem Migrationsamt, der Gemeindeabteilung, dem Strassenverkehrsamt, der Justizabteilung und der Abteilung Strafrecht bis zur Kantonspolizei mit ihrem permanenten Einsatz für die Sicherheit in unserem Kanton.
"Ich habe mich gefreut, wie offen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf mich zukommen", sagt Urs Hofmann zu seinem Start als Vorsteher DVI. Er sei beeindruckt von der Professionalität und der Leistungsbereitschaft, mit welcher die nicht immer einfache Arbeit angepackt werde und wie sich die Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit identifizieren. Auch wenn es natürlich am einen oder anderen Ort Optimierungsmöglichkeiten gebe, habe er bis heute keine Grossbaustelle vorgefunden, wo alles grundsätzlich neu angegangen werden müsste.
Massnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit, die Bekämpfung der Jugendgewalt, die Integration der ausländischen Wohnbevölkerung, die Verbesserung des Risikomanagements im Straf- und Massnahmenvollzug sowie die Umsetzung der neuen eidgenössischen Straf- und Zivilprozessordnung sind laut Hofmann einige der vordringlichen Aufgaben im DVI, mit denen er sich in seinen 100 ersten Amtstagen bereits intensiv beschäftigt habe. Sodann stehe im Herbst die Abstimmung zum ersten Paket der Gemeindereform GeRAG an. Er sei kein Fusionsturbo, unterstütze jedoch die geplanten Änderungen im Gemeinderecht aus Überzeugung. Für die Gemeinden werde damit eine gute Basis für die Gestaltung ihrer Zukunft geschaffen.
Hofmann betonte, er habe sein Amt als Regierungsrat mit der Breite von Themen im DVI mit grossem Respekt angepackt: "Ich habe wohl kaum je so viel und so intensiv gearbeitet wie in den vergangenen 100 Tagen". Als Nationalrat und ehemaliger Stadtrat von Aarau habe er zum Glück einiges Vorwissen mitgebracht, welches ihm den Einstieg erleichtert habe. Seine neue Arbeit, namentlich auch die mannigfachen Kontakte mit Menschen im ganzen Kanton, bezeichnet Hofmann als "ausgesprochen faszinierend".