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Auschachen Brugg wird renaturiert :
Auenschutzpark Aargau wird konkret

Der Auenschutzpark wird Wirklichkeit: Das Baudepartement des Kantons Aargau präsentiert seine Pläne zum Brugger Auschachen. Wasserdurchflossene Nebenarme, Kies- und Sandstrände, Flussröhrichte an seichten Stellen und stattliche Silberweiden werden das heute vollständig bewaldete Gebiet zukünftig prägen.

Die kantonalen Abteilungen Landschaft und Gewässer sowie Wald packen die Aufgabe an, den Auschachen zu renaturieren. Damit wird bereits das erste grössere Bauprojekt des Auenschutzparks Aargau umgesetzt. Der Regierungsrat hat das Projekt zur öffentlichen Planauflage freigegeben. Das Baudepartement und die Abteilung Wald möchten die interessierte Öffentlichkeit am Mittwoch, 30. September 1998, über das Projekt informieren: Treffpunkt 17.00 h bei der Fussgängerbrücke zur Kläranlage Brugg-Windisch in Brugg. Vom 14. September 1998 bis 13. Oktober 1998 liegt das Projekt bei der Stadt Brugg auf.

Mit den Bauarbeiten will das Baudepartement die Voraussetzungen für eine Auendynamik schaffen. In Zukunft sollen der Fluss und das Hochwasser die Landschaft wieder gestalten können. Pirol, Nachtigall, Biber, Laubfrosch und Prachtlibelle sind Tierarten, die eine Chance erhalten. Esche, Ulme, Stieleiche und Silberweide werden das Waldbild bestimmen.

Der Aare wird in erster Linie die Rolle des "Baumeisters" zukommen. Deshalb sollen ein Einlauftrichter angelegt, alte Uferverbauungen entfernt und ein ungefähr 900 m langer Seitenarm wiederhergestellt werden. Die Baumassnahmen beschränken sich darauf, die Voraussetzungen für einen natürlichen Gestaltungsprozess zu schaffen. Ausserdem sind einige Waldweiher vorgesehen. Die Naturlandschaft im Auschachen soll weiterhin im bisherigen Umfang von Spaziergängern genutzt werden können. Zu diesem Zweck sind Anpassungen des Wegnetzes und Stege zur Überbrückung des Nebenarmes vorgesehen.

Der Waffenplatz Brugg (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) als Grundeigentümer wird das Waldareal an den Kanton Aargau abtreten. Die kantonale Wasserschlosskommission mit Vertretern der Gemeinden in der Region hat mitgearbeitet und unterstützt das Vorhaben. An den Projektkosten von rund 500'000 Franken beteiligt sich der Bund mit rund 65 Prozent.

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