Ambrosia jetzt ausreissen
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Kontrolle der 945 Aargauer Fundorte
Die Kontrolle und Bekämpfung der hochgradig allergenen Pflanze Ambrosia verläuft erfolgreich. Die Ambrosia-Kontrolleure der Gemeinden suchen bis Ende September Risikostandorte wie Industrieareale oder Baustellen ab. Zusätzlich überwachen sie die 945 bestätigten Fundorte aus den Vorjahren.
In diesen Tagen sind die 300 Ambrosia-Kontrolleurinnen und -Kontrolleure der Aargauer Gemeinden unterwegs. Sie suchen aktiv Ambrosia-Risikostandorte wie Gruben, Deponien, Baustellen, Kompostplätze und Industrieareale ab. Falls die hochgradig allergene Pflanze gefunden wird, muss der betroffene Grundeigentümer oder Bewirtschafter unter Anleitung diese invasiven Pflanzen ausreissen und fachgerecht mit dem Hauskehricht entsorgen. Zusätzlich werden durch die verantwortlichen Personen der Gemeinden alle Ambrosia-Fundorte der Vorjahre speziell überwacht. Diese Massnahme ist für den langfristigen Bekämpfungserfolg entscheidend. Ausserdem führen die Strassenunterhaltsdienste des Bundes und des Kantons spezielle Ambrosia-Kontrollen entlang der Autobahnen und Hauptstrassen durch. Das Suchen und Melden, Ausreissen und fachgerechte Entsorgen dieser Pflanze ist die effizienteste und kostengünstigste Bekämpfungsmethode.
945 Aargauer Fundorte
Im Auftrag des Regierungsrats wurden in den letzten zwei Jahren in allen 228 Gemeinden umfangreiche Ambrosia-Kontrollen durchgeführt. Laut Matthias Müller, Leiter des kantonalen Pflanzenschutzdiensts an der Liebegg, ist die Aktion äusserst erfolgreich. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurden bis Ende letzten Jahres an 945 Standorten Ambrosia-Pflanzen lokalisiert und bekämpft. Die exakten Fundorte sind neu unter www.ambrosia-ag.ch für jedermann ersichtlich.
Meldepflicht
Der kantonale Pflanzenschutzdienst an der Liebegg ruft alle Aargauerinnen und Aargauer auf, verdächtige Pflanzen weiterhin den Ambrosia-Verantwortlichen Personen der Gemeinde zu melden. Die Liste der zuständigen Personen sowie weitere Informationen zu Ambrosia findet sich im Internet unter www.ambrosia-ag.ch.
Allergien
Ambrosia wächst vorab im Siedlungsgebiet in der Nähe von Vogelfütterungsplätzen. Die Pflanze wurde ursprünglich aus Nordamerika eingeschleppt und verbreitet sich seit den 90er Jahren mit verseuchtem Kleintierfutter in ganz Europa. Ambrosia vermehrt sich schnell und gilt als hoch allergen. Gemäss Bundesamt für Gesundheit lösen die Pollen bei gut 14 Prozent der Bevölkerung Heuschnupfen, schweres Asthma oder weitere Allergien aus. Zudem können auch Personen betroffen sein, die sonst keine Allergien kennen.