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Aktive Plattform Aargau-Solothurn :
Der Start des Programms "Netzstadt Mittelland" ist geglückt

Am 9. Dezember trafen sich die Delegierten aus den Gemeinden der Region Aarau-Olten-Zofingen in Olten zur alljährlichen Plenumssitzung der Plattform Aargau-Solothurn. Hauptthemen waren die künftige Agglomerationspolitik und die laufenden Projekte.

Im Mittelpunkt des Treffens, das von Regierungsrat Peter C. Beyeler geleitet wurde, stand das vom Bund unter-stützte Programm "Netzstadt Mittelland". Zum Einstieg boten der Solothurner Kantonsplaner Bernard Staub und sein Aargauer Amtskollege Heinrich Bachmann einen Überblick über die einzelnen Projekte und Absichten. Ein wichtiges Resultat der bisherigen Arbeit ist der Entwurf einer "Vision Netzstadt Mittelland". Diese Diskussionsgrundlage zählt gemeinsame Strategien in drei Bereichen auf: Wirtschaft, Raum-Verkehr-Umwelt, Freizeit-Kultur-Sport. Die Strategien werden in einem schrittweisen Vorgehen entwickelt mit dem Ziel, bis 2006 ein Agglomerati-onsprogramm umzusetzen. Ein solches gehört mittelfristig zu den Voraussetzungen für ein finanzielles Engagement des Bundes, namentlich im Bereich des Agglomerationsverkehrs.

Auf der Ebene konkreter Projekte konnten die Verkehrsfachstellen der beiden Kantone über die Weiterentwicklung des Tarifverbunds Olten und die Abstimmung mit der A-Welle berichten. Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2004 ist eine Integration des Tarifverbunds Olten in den Tarifverbund Aarau geplant. Mit diesem Schritt könnte die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs über die Kantonsgrenze hinweg wesentlich gesteigert werden. Die Benützung von Bahn und Bus würde einfacher und es wäre nur noch ein Abonnement nötig.

Nutzniessende eines effizienteren öffentlichen Verkehrs wären auch die Besucherinnen und Besucher kultureller Anlässe in den drei Zentren. Es erstaunt deshalb nicht, dass in diesem Bereich ein Schulterschluss zwischen Aarau, Olten und Zofingen in die Wege geleitet werden soll. Laut der Referentin Madeleine Schüpfer, Kulturjournalistin aus Olten, soll in erster Linie die gegenseitige Wahrnehmung und Vernetzung der bereits vorhandenen kulturellen Aktivitäten und Einrichtungen gefördert werden. Diesem Anliegen liege die Überzeugung zugrunde, dass Kultur Lebensqualität sei und in die Auseinandersetzung um die Zukunft der Region integriert werden müsse.

Über das Teilprojekt "Grenzüberschreitendes Standortmarketing" orientierte Urs Blaser im Namen der Wirtschaftsförderergruppe Aarau-Olten-Zofingen. Dieses Team hat seine Arbeit mit einem Schlussbericht vorläufig abgeschlossen. Die entsprechenden Schlussfolgerungen und Umsetzungsempfehlungen haben an der Sitzung kontroverse Reaktionen ausgelöst; sie müssen jetzt von den beiden Kantonen und den Gemeinden geprüft werden. Als Produktbeispiele hat die Wirtschaftsförderergruppe eine "Bestandespflege ansässiger Unternehmen" und ein "Wohnstandort-Marketing" ausgearbeitet.

Der Zofinger Stadtammann Urs Locher berichtete über den aktuellen Stand des Entwicklungskonzepts der Region Zofingen und den Grundsatzentscheid der Abgeordnetenversammlung des Regionalverbands Wiggertal-Suhrental zum Aufbau eines Marketings für die Region. Ein weiterer Hinweis Lochers galt der abgestimmten Bewerbung für den Standort des geplanten neuen Briefzentrums der Post.

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