Aargauische Umsetzung der Maturitätsreform
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Eine externe Studie gibt dem Kanton Aargau gute Noten
Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) hat ein externes Institut beauftragt, die aargauische Umsetzung des Maturitätsanerkennungsreglements (MAR) wissenschaftlich zu evaluieren. Die Resultate geben der aargauischen Umsetzung des MAR gute Noten.
Die vom Luzerner Institut für Politikstudien Interface vorgelegte Studie zeigt, dass das Aargauer MAR-Modell mit einer zweijährigen Grundausbildung mit Akzentfächern und anschliessender Vertiefungsstufe mit Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern von den Schulleitungen einhellig und von den befragten Fachschaftsvertretungen grossmehrheitlich begrüsst wird. Die Studierenden schätzen die Wahlfreiheit sowie den Zeitpunkt der Wahl des Schwerpunktfachs. Zudem werten sie auch neue Herausforderungen wie das Verfassen einer Maturitätsarbeit in verschiedener Hinsicht als positiv. Wie die Arbeiten des ersten nach MAR ausgebildeten Jahrgangs gezeigt haben, wurde in diesen Abschlussarbeiten Ausserordentliches geleistet.
Breite Akzeptanz von MAR Aargau
Ein Ziel der Studie lag darin, auf der Basis wissenschaftlich erhobener Daten die kantonalen Rahmenvorgaben für eine effiziente Umsetzung des MAR im Aargau zu überprüfen. Auch hier kommt die Studie zu einem positiven Ergebnis: Eine grosse Mehrheit der Akteure beurteilt die kantonalen Rahmenvorgaben als umsetzbar, adäquat und als auf die Ziele hinführend. MAR Aargau wird nicht zuletzt auch deshalb von einer grossen Akzeptanz getragen, weil es von erfahrenen Persönlichkeiten aus den Kantonsschulen und somit schulnah konzipiert wurde und umgesetzt wird. Im Rahmen der Studie wurden mittels Fragebogen oder Interview Studierende, Lehrpersonen, Vertretungen der Fachschaften, der Schulleitungen sowie eine Vertretung des Departements BKS befragt.
Empfehlungen der Studie und weiteres Vorgehen
Die Studie macht zudem folgende Empfehlungen :
- Die Akzentfächer "Moderne Sprachen" sowie "Geistes- und Sozialwissenschaften" sollen ein klareres Profil erhalten. Die Information über Ziel und Inhalt dieser Fächer soll unter anderem an den Bezirksschulen verbessert werden.
- Es soll geprüft werden, ob und wie auf die verschiedenen Vorbedingungen bei der Wahl von Schwerpunktfächern im Bereich moderne Sprachen verzichtet werden kann.
- Im Projektunterricht sollen den Studierenden Lernziel und -inhalt besser aufgezeigt werden.
- Es ist zudem zu prüfen, in welcher Form die Beurteilung der Maturitätsarbeit in die Bestehensnorm der Maturität einbezogen werden soll.
- Die Möglichkeit, im Schwerpunktbereich jahrgangsgemischte Kursgruppen zu bilden, soll nach den positiven Erfahrungen an der Kantonsschule Zofingen soweit möglich auch auf die anderen Schulen ausgeweitet werden.
- Zudem muss die Frage geklärt werden, inwiefern das Angebot der sechs Tagesmittelschulen aufeinander abgestimmt werden soll.
Die vorliegende Studie wird nun zusammen mit den Empfehlungen der Projektleitung MAR mit den Direktbetroffenen, insbesondere mit der Rektorenkonferenz, analysiert. Ziel ist es, bereits auf das Schuljahr 2005/06 erste Verbesserungen umzusetzen.