Aargauer Waldgipfel
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Fragen zur Zukunft des Waldes werden diskutiert.
«Wald bewegt!» Unter diesem Motto steht der Internationale Tag des Waldes 2005. Der Wald wird von vielen für Freizeit, Erholung und Sport genutzt. Dabei stösst der Wald manchmal an Belastungsgrenzen es kann zu Interessenkonflikten kommen. Wald-, Jagd- und Umweltorganisationen laden alle Interessierten ein, am 8. September 2005 in Hirschthal am ersten Aargauer Waldgipfel über Zukunftsfragen des Waldes zu diskutieren.
Rund 35 Prozent der Kantonsfläche ist bewaldet. Und der Wald ist bei den Aargauerinnen und Aargauern als Erholungsgebiet äusserst gefragt: Etwa die Hälfte der Bevölkerung geht ein- oder mehrmals wöchentlich in den Wald. Sein Wert als Erholungsgebiet wird in gesamtschweizerischen Studien auf gut 10 Mrd. Franken geschätzt, das heisst auf fast 1800 Franken pro erwachsene Person und Jahr. Der Wald ermöglicht dabei ganz unterschiedliche Freizeitnutzungen. Die einen erholen sich beim Spaziergang, andere beim Pilzsuchen und wieder andere lieben die seit Ende der 60-er-Jahre bekannten Vita-Parcours. Lauftreffs, Biken, Hochseilparks, Picknicks oder Aktionen unter dem Motto "Wald bewegt" sind weitere beliebte Freizeitaktivitäten im Wald.
Auf der anderen Seite werden die rund 50'000 Hektaren Aargauer Wald auch in traditioneller Weise genutzt: Förster und Jäger übernehmen wichtige Aufgaben zur Erhaltung unserer Wälder und deren Tierbestände. Denn der Wald und die Waldränder sind auch das Zuhause von rund der Hälfte der einheimischen Tierarten. Die Aktivitäten der Erholungssuchenden, und sei es nur ein längerer Picknick-Aufenthalt, können für Tiere und Pflanzen negative Auswirkungen haben. Zudem hängen im Aargau rund 6'500 Arbeitsplätze von der Wald- und Holzwirtschaft ab. Während die eigentliche Holzernte noch knapp kostendeckend ist, sind die Forstbetriebsrechnungen im Aargau hingegen insgesamt grösstenteils defizitär. Für die Kosten und Schäden, welche der Freizeitbetrieb auslöst, gibt es keine Abgeltung. Ein Grossteil der Freizeitnutzungen wäre ohne die Infrastruktur, die durch Besitzer und Bewirtschafter angelegt wird, gar nicht möglich.
Der Aargauer Waldgipfel vom 8. September in Hirschthal will die verschiedenen am Wald interessierten Kreise an einen Tisch, respektive auf eine gemeinsame hölzerne Plattform, die 500 Personen Platz bietet, bringen. Unter professioneller Leitung soll über die Zukunft der Aargauer Wälder diskutiert werden. Fragen wie "Welches sind die zukünftigen Nutzungsformen des Waldes für Freizeit, Sport und Erholung; wie kann diesen Wünschen Rechnung getragen werden?" und "Was ist für den Schutz und die Schonung des Waldes als Lebensraum zu tun; wie lassen sich Nutzungs-konflikte lösen?" werden diskutiert. Eingeladen sind alle, die Ansprüche an den Wald haben und ihre Anliegen einbringen wollen. Insbesondere sind Waldbesitzer, Gemeinderäte, Mitglieder von Natur- und Umweltorganisationen, Förster, Jäger, Sportler, Waldfreunde, Naturliebhaber und Mitglieder von Sport- und Jugendverbänden angesprochen.
Zum Aargauer Waldgipfel laden folgende Organisationen ein: Aargauer Försterverband (AFV), Aargauer Jagdschutzverein (AJV), Aargauer Waldwirtschaftsverband (AWV), Finanzdepartement Aargau, Abteilung Wald; Pro Natura Aargau, Verband aargauischer Natur- und Vogelschutzvereine (VANV), WWF Aargau und die Konferenz aargauischer Natur- und Umweltschutzorganisationen KANUSO. Die KANUSO ist eine Austauschplattform für insgesamt 16 Organisationen, die im Umwelt- und Naturschutz tätig sind.
Weitere Informationen und Anmeldungsunterlagen unter www.ag.ch/wald/waldgipfel oder bei der Abteilung Wald, Telli-Hochhaus, 5004 Aarau, waldgipfel@ag.ch.