Aargauer Waldgipfel
:
In Hirschthal werden Fragen zur Zukunft des Waldes diskutiert
235 Waldnutzer und Waldschützer folgten der Einladung der Wald-, Jagd- und Umweltorganisationen zum Aargauer Waldgipfel in Hirschthal. Die Teilnehmenden diskutieren heute Donnerstag im Plenum und in wechselnden Kleingruppen darüber, wie die verschiedenen Ansprüche an den Wald befriedigt werden können, ohne dass Wald und Natur darunter leiden oder die verschiedenen Nutzer sich ins Gehege geraten.
Förster und Jäger sind für einmal nicht unter sich: Erfreulicherweise nehmen am Waldgipfel alle Interessengruppen ausgewogen teil. Neben zahlreichen Personen in Vertretung von Waldeigentum, Gemeinden, kantonaler Politik, Verwaltung, Umweltverbänden, Jugend und Sportverbänden sind auch viele "gewöhnliche" Waldfreunde, Spaziergänger, Jogger, Biker usw. anwesend. Regierungsrat Roland Brogli wünscht sich in seiner Eröffnungsansprache, dass alle sich bewusst werden, was wir am Wald und an der Natur haben und wie wichtig der respektvolle Umgang miteinander ist.
Der von Hannes Hinnen und seinem Team moderierte Waldgipfel findet in Hirschthal auf einer Holzplattform unter freiem Himmel statt. Diese besondere Atmosphäre trägt sicher dazu bei, dass die verschiedenen Sichtweisen rege und offen diskutiert werden. Von 13.30 bis 21 Uhr werden im Plenum und in wechselnden Kleingruppen eine Standortsbestimmung vorgenommen, Ziele formuliert und konkrete Aktions- und Handlungsfelder ermittelt. Neben kurzen Pausen mit Getränken und Verpflegung gibt es auch ein zum Thema passendes Zwischenspiel mit einem Ausschnitt aus der Theateraufführung anlässlich des Festes "400 Jahre Wald Hirschthal".
Natürlich können am Waldgipfel längst nicht alle Interessengegensätze und Konflikte bereinigt werden. Das ist auch nicht das Ziel. Der Waldgipfel soll aber konkrete Impulse für die weitere Arbeit liefern. Die auf Flipcharts festgehaltenen Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden ab Mitte September auf www.ag.ch/Wald/Waldgipfel publiziert. Anschliessend wird eine kleine Gruppe aus der Fülle von Anregungen zuhanden der beteiligten Organisationen Vorschläge für nächste Schritte und Projekte ausarbeiten. Es geht dabei nicht nur darum, konkrete heutige Probleme zu lösen. Der Blick soll auch in die Zukunft gerichtet und die vielfältigen Waldleistungen nachhaltig gesichert werden.