Aargauer Wald in Zahlen
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Waldinventar Aargau veröffentlicht
Parallel zu den Stichprobenaufnahmen des 3. Landesforstinventars wurden im Kanton Aargau zusätzliche Probeflächen aufgenommen, um aussagekräftige Daten zum Zustand und zur Entwicklung des Aargauer Waldes zu bekommen. Die wichtigsten Unterschiede zu den gesamtschweizerischen Trends liegen in der Entwicklung der Waldfläche und in der Ausschöpfung des Nutzungspotenzials an Holz.
Die Waldfläche ist im Aargau seit der ersten Aufnahme des Landesforstinventars 1985 konstant geblieben. Dies im Gegensatz zur Waldfläche der Schweiz, die vor allem im Alpenraum, im Jura und auf der Alpensüdseite markant zunahm.
Gesamtschweizerisch wurde in den Jahren 1995 bis 2005 weniger Holz genutzt als nachwächst. Die Aargauer Forstbetriebe hingegen haben ihre gut erschlossenen Wälder intensiv genutzt und sie haben mehr Holz geschlagen, als in der gleichen Periode zugewachsen ist. Der Sturm Lothar vom Dezember 1999 und die anschliessenden Borkenkäferschäden haben mit dazu beigetragen.
Die Holzvorräte haben deshalb im Aargauer Wald um sieben Prozent abgenommen. Besonders markant ist die Abnahme bei der Fichte (Rottanne), weil sie einerseits stark von den Borkenkäferschäden betroffen war und diese Baumart andererseits am Markt besonders gefragt ist.
Der Aargauer Wald ist aber immer noch vergleichsweise holzreich und bezüglich Baumarten vielseitig gemischt. Der Anteil der standortheimischen Laubbäume und die Naturverjüngung haben zugenommen. Gestiegen ist auch der Anteil an liegen gelassenem Holz sowie an absterbenden oder toten Bäumen. Das so genannte Totholz ist als Lebensraum zahlreicher Vögel, Käfer und Pilze von grosser Bedeutung für die Artenvielfalt. Der Wald erscheint dadurch zwar weniger aufgeräumt, er ist aber natürlicher und wertvoller geworden.
Diese und viele weitere Angaben über den Zustand und die Entwicklung des Aargauer Waldes sind im Bericht "Waldinventar Aargau" zusammengefasst. Der Bericht kann ab 25. März 2010 auf www.ag.ch/wald bezogen und eingesehen werden.