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Aargauer Wachstumsinitiative :
Zwischenbilanz nach 12 Monaten

Der Regierungsrat will im Aargau die wichtigsten Standortfaktoren erhalten und verbessern. An einer Informationsveranstaltung legte Landammann Kurt Wernli den Umsetzungsstand der Massnahmen und das weitere Vorgehen dar. Professor Jan- Egbert Sturm, Leiter der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, zeigte die Wachstumsperspektiven der Schweiz und des Aargaus auf.

Am 1. Juni 2005 lancierte die Aargauer Regierung die Wachstumsinitiative mit 25 Massnahmen aufgeteilt auf die folgenden sechs Bereiche: wirtschaftsnahe Forschungspolitik, familien- und unternehmensfreundliche Bildungspolitik, kantonale Binnenmarktliberalisierung und Deregulierung, bevölkerungs- und wirtschaftsnahe Raumentwicklungs- und Verkehrspolitik, einwohner- und unternehmensfreundliche Steuerpolitik, bevölkerungs- und wirtschaftsnahe Gebietsstrukturen.

In allen sechs Handlungsfeldern konnten in den vergangenen 12 Monaten erste Umsetzungsziele erreicht werden. So wurden u.a. Praxisänderungen bei steuerlichen Abzügen vorgenommen, das Unternehmensportal auf www.ag.ch aufgeschaltet und das Polizeigesetz vom Volk gutgeheissen; die Vernehmlassung betreffend Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips (Liberalisierung des Marktzutritts) steht bevor.

Das Impulsprogramm hat auch verwaltungsintern einen Kulturwandel ausgelöst. Die Vision, dass der Aargau national und international eine der wettbewerbsstärksten Regionen sein wird, hat bei sehr vielen Mitarbeitenden ein Umdenken eingeleitet, das sich motivierend auswirkt.

Die Erhöhung der Standortattraktivität ist eine Daueraufgabe. Die Regierung hat deshalb entschieden, neue Massnahmen ins Impulsprogramm aufzunehmen: Errichtung des Campus Brugg-Windisch, Verleihung eines Innovationspreises für Technologietransfer und Verbesserung der Kunden- und Dienstleistungsorientierung der Verwaltung. Kurt Wernli: "Die Regierung ist überzeugt, dass sie mit der Wachstumsinitiative auf dem richtigen Weg ist."

Professor Jan-Egbert Sturm stellte die wirtschaftlichen Wachstumsperspektiven der Schweiz und des Kantons Aargau dar. Die aktuelle konjunkturelle Lage in der Schweiz stimmt optimistisch. Der Aufschwung ist breit abgestützt. Sowohl die exportorientierten Branchen als auch die Binnenwirtschaft florieren. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass der Aufschwung auch den Arbeitsmarkt erfasst hat. Seit Mitte 2005 steigt die Beschäftigung an und diese Entwicklung hat sich seit Anfang 2006 noch beschleunigt. Gegenwärtig schätzt die KOF die Wachstumstendenz des Schweizer Bruttoinlandprodukts auf etwas über 2 Prozent, womit sie knapp über dem langfristigen Wachstumspotenzial liegt.

Das Wachstum des Volkseinkommens im Kanton Aargau war in der Vergangenheit (1991- 2001) kräftiger als im Schweizer Durchschnitt. Auch für die nächsten Jahre bis 2010 wird das Wachstumspotenzial des Kantons Aargau im interkantonalen Vergleich als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Vor allem die tiefe Steuerbelastung, der grosse Beschäftigungsanteil in Forschung und Entwicklung sowie die anhaltende Zunahme der Beschäftigung im Dienstleistungssektor tragen dazu bei.

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