Aargauer Gesundheitsförderungspreis 2016 verliehen
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Die Dargebotene Hand gewinnt den Hauptpreis
Der diesjährige Hauptpreis mit dem Schwerpunkt Soziale Gesundheit wird an Tel 143 – Dargebotene Hand Aargau/Solothurn-Ost verliehen. Die beiden Projekte pro pallium und Psy4Asyl erhalten den Anerkennungspreis.
Das Tel 143 wurde von der Jury aus mehreren Gründen zum Gewinner des mit 8000 Franken dotierten Hauptpreises gewählt. Die unterstützenden Gespräche und Beratungen erfolgen anonym, was es zu einem sehr niederschwelligen Angebot macht, das rund um die Uhr zur Verfügung steht – sei dies via Telefon, E-Mail oder Chat. Dadurch können sehr viele Menschen erreicht werden: Im Jahr 2015 haben rund 12'000 Personen aus dem Einzugsgebiet Aargau und Solothurn-Ost die Telefonberatung des Vereins in Anspruch genommen. "Wichtig für unsere Entscheidung war das überdurchschnittliche Engagement der rund 50 Freiwilligen, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für Hilfesuchende ehrenamtlich zur Verfügung stehen.", sagt Jurymitglied und Grossrätin Vreni Friker. "Auch die einjährige Ausbildung zur Beraterin oder zum Berater wird von den Freiwilligen selbst finanziert." Mit ihrem breiten Angebot fördert die Dargebotene Hand die soziale Gesundheit der Aargauer Bevölkerung und erweist damit seit 56 Jahren einen grossen Dienst an der Allgemeinheit auf ehrenamtlicher Basis.
Gewinner des Anerkennungspreises
Die Jury hat in diesem Jahr zwei Anerkennungspreise vergeben. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von je 2'000 Franken.
Ein Anerkennungspreis geht an die ausschliesslich durch Spenden finanzierte pro pallium – Schweizer Palliativstiftung für Kinder und junge Erwachsene. Die Stiftung bietet Begleitung und Entlastung für Familien mit lebenslimitiert erkrankten Kindern – ein in der Schweiz einmaliges Angebot für eine Gruppe, für die kein entsprechendes Versorgungsangebot existiert. Im Aargau werden aktuell 13 Familien durch pro pallium unterstützt. Dazu sind acht freiwillige Personen im Einsatz.
Die Fachgruppe Netzwerk Psy4Asyl des Verbands Aargauer Psychologinnen und Psychologen gewinnt den zweiten Anerkennungspreis. Dank dem raschen und initiativen Handeln der Projektgründerin Sara Michalik wurde mit der Fachgruppe auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich des Flüchtlingswesens reagiert. Die zehn freiwillig engagierten Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten und Coaches bieten Unterstützung und Betreuung für rund 100 unbegleitete minderjährige Asylsuchende im Kanton Aargau.
Preisverleihung im Kloster Muri
Die Preisverleihung fand im Rahmen der 6. Kantonalen Tagung des Forums BGM im Kloster Muri statt und wurde von Landammann Susanne Hochuli eröffnet. Vreni Friker gab die Gewinner bekannt und übergab gemeinsam mit Susanne Hochuli die Preise.
In diesem Jahr wurden insgesamt 26 Bewerbungen eingereicht und sieben davon von der Jury für den Preis nominiert. Der Hauptpreis wurde in diesem Jahr mit dem Fokus soziale Gesundheit vergeben. Der Anerkennungspreis wird für Projekte verliehen, die sich für die Gesundheitsförderung im Allgemeinen engagieren. Der Gesundheitsförderungspreis wird in diesem Jahr zum fünften und gleichzeitig auch letzten Mal in dieser Form verliehen.
Die BGM-Tagung wurde innerhalb der Aktionstage Psychische Gesundheit im Aargau organisiert, die vom 1. September bis 29. November 2016 vielfältige öffentliche Veranstaltungen für die Aargauer Bevölkerung anbieten.