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Aargau unterstützt Impfwoche :
«Gemeinsam können wir Masern eliminieren: Impfen schützt»

Der Aargau steht hinter der Europäischen Impfwoche, die in der Schweiz vor allem auf die Bekämpfung der Masern abzielt. Dies, nachdem im Kanton jüngst eine Reihe von Vorfällen zu registrieren war.

Der Kantonsärztliche Dienst (KAD) hatte vor allem in den Monaten Februar und März mit einigen Dutzend Meldungen von Masernfällen zu tun. Dabei waren insbesondere Jugendliche betroffen. Eine Tatsache, die nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass viele Eltern ihre Kinder aus Angst vor Nebenwirkungen erst gegen Masern impfen lassen, wenn die Jugendlichen in der Pubertät sind. Umso nachdrücklicher weist der Kantonsärztliche Dienst deshalb darauf hin, dass Impfungen nicht nur sicher sind, sondern auch vor schweren Krankheiten und Komplikationen schützen. Grundsätzlich empfiehlt der KAD Impfungen jedoch nur, wenn das Risiko von Nebenwirkungen massiv geringer ist als jenes von Komplikationen durch die Krankheit.

Für die stellvertretende Kantonsärztin Maria-Inés Carvajal gibt es neben dem individuellen Aspekt des Impfens auch noch einen gesellschaftlichen: "Impfen ist auch ein Akt der Solidarität gegenüber Menschen, die sich aus bestimmten Gründen nicht impfen lassen können. Denn bei diesen Menschen sind die Risiken von Krankheit und Komplikationen deutlich höher als bei der übrigen Bevölkerung."

Dies gilt auch für die Masern, die über mehrere Wochen zu einer Schwächung des Immunsystems führt. In zehn Prozent der Fälle treten zudem Komplikationen auf. Als Beispiele zu nennen sind Mittelohrenentzündungen, die zu Hörbehinderungen führen, aber auch Lungen- sowie Gehirnentzündungen, die tödlich verlaufen können.

Für einen guten Schutz der Bevölkerung braucht es eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent. Ein Wert, von dem der Aargau mit einer Quote von 86 Prozent derzeit noch deutlich entfernt ist. Immerhin ist jedoch festzustellen, dass sich die Rate in den vergangenen fünf Jahren deutlich verbessert hat. Eine Entwicklung, die der KAD mit der Unterstützung der Impfwoche gezielt befördern will.

  • Departement Gesundheit und Soziales