Aargau ist eigener Wirtschaftsraum
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Regierungsrat kritisiert Studie
Der Aargau ist ein eigenständiger Wirtschaftsund Medienraum. Dies hält der Regierungsrat in einem Schreiben ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom) fest. Die vom Bakom mitfinanzierte Studie "Kommunikationsräume und Wirtschaftsgebiete" ordnet den viertgrössten Kanton grösstenteils den Wirtschaftsräumen Zürich und Basel zu.
Die Studie soll dem Bakom angeblich als Grundlage für Konzessionsentscheide zu Radio- und Fernsehprogrammen dienen. In der Studie wird der grösste Teil des viertgrössten Schweizer Kantons den Wirtschaftsräumen Zürich und Basel zugeordnet. Dies aufgrund der Pendlerzahlen aus den Regionen Brugg-Baden und Freiamt nach Zürich und aus dem Fricktal nach Basel. Basis bildet eine so genannte "Schlüsselpersonen-Befragung".
Der Regierungsrat betont, dass Pendlerströme und "Zentrumsorientierung" kein brauchbares Kriterium für die Geschlossenheit und Kaufkraft eines Wirtschaftsraumes darstellen. Ein ausserkantonaler Arbeitsplatz und der gelegentliche Besuch ausserkantonaler Kulturereignisse bedeuten keineswegs, dass auch der Grossteil des Geldes ausserkantonal ausgegeben wird.
Fragliche Interpretation der Daten
Die Datenbasis der Studie lässt nach Auffassung des Regierungsrates keine derartigen Schlussfolgerungen und keine solche Raumordnung zu. Selbst im Freiamt mit seinem relativ hohen Pendleranteil nennen laut Studie nur 2 von 5 Befragten Zürich als ihr kulturelles Zentrum, während Wohlen klar als stärkstes Einkaufszentrum der Region genannt wird. Und dem Fricktal billigt die Studie eine hohe Geschlossenheit zu.
Für den Regierungsrat bildet die Studie keine Basis, den Wirtschafts- und Medienraum Aargau in Frage zu stellen. Er kann deshalb die Schlussfolgerungen der Studie aus staats-, wirtschafts- und medienpolitischen Gründen nicht akzeptieren.