Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Aargau als Trendsetter :
Sich gezielt auf Katastrophen und Notlagen einstellen

Das neue Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz nahm die Aargauer Regierung zum Anlass und erteilte den Auftrag eine Gefährdungsanalyse zu erarbeiten. Sie wollte wissen, mit welchen Risiken der Kanton Aargau leben muss. Die Hauptstudie ist abgeschlossen und basiert auf 25 Szenarien. Zur Zeit überprüfen die Führungsorgane die definierten Szenarien, um zu ermitteln wo Handlungsbedarf besteht. Erste Erkenntnisse liegen vor.

Die Hauptstudie der Gefährdungsanalyse Kanton Aargau wurde Ende 2007 abgeschlossen. Sie hat in der Schweiz Modellcharakter und basiert auf 25 für den Kanton relevanten Szenarien, die in Naturgefahren (Hochwasser usw.), technischen Gefahren (Grossereignisse auf Autobahnen usw.) und gesellschaftlichen Gefahren (Epidemien usw.) unterteilt sind.

Seit 2008 wird durch die Führungsorgane und Partnerorganisationen (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz) sowohl auf Stufe Kanton als auch auf Stufe der Bevölkerungsschutzregionen überprüft, welche konkreten Aufgaben beim Eintreffen eines Szenarios anfallen, und ob die personellen, materiellen und organisatorischen Mittel dafür ausreichen.

Erste Erkenntnisse lassen darauf schliessen, dass der Kanton Aargau insgesamt gut organisiert ist. Die Bearbeitung der Szenarien hat neben dem Erkennen von Aufgaben zu weiteren positiven "Nebenerscheinungen" geführt: Schnittstellen wurden erkannt, die Verantwortlichen aus den fünf Partnerorganisationen kamen ins Gespräch und lernten sich kennen (KKK in Krisen Köpfe kennen). Festgestellt wurde auch, dass vermehrt Übungen durchgeführt werden müssen.

Ergeben sich konkrete Defizite, wird es Aufgabe der Politik sein, darüber zu entscheiden, ob diese Defizite ganz oder teilweise gedeckt werden sollen, oder ob bei verbleibenden Restdefiziten verstärkt auf die ausserkantonale und militärische Hilfe gezählt werden muss.

Die Umsetzung der 16 kantonalen Szenarien durch den Kantonalen Führungsstab (KFS) ist bis Ende 2009 abgeschlossen. Die Umsetzung der neun regionalen Szenarien in den 34 Bevölkerungsschutzregionen erfordert angesichts des Milizcharakters der Regionalen Führungsorgane (RFO) einiges mehr an Zeit.

  • Departement Gesundheit und Soziales