A3 erfüllt die Erwartungen
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Bözbergautobahn - ein Jahr nach Inbetriebnahme
Die A3 entlastet die Dörfer an der Bözbergroute und die Agglomeration Brugg/Windisch erheblich vom Durchgangsverkehr. Rund 10?000 Motorfahrzeuge pro Tag - je nach Ort bis zu drei Viertel der früheren Belastung - hat die A3 von den Ortsdurchfahrten übernommen. Dies zeigen die Verkehrserhebungen des Baudepartements.
Die Belastung der Autobahn an Werktagen hat sich bis im Juni 1997 bei etwa 25?000 Motorfahrzeugen (Messstelle Schinznacherfeldtunnel) eingependelt - verglichen mit der A1 im Mittelland ein allerdings unspektakulärer Wert. Mit der Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Autobahn Frick-Birrfeld haben aber vor allem die Juradörfer entlang der alten Bözbergroute ihre in den letzten Jahrzehnten stark eingeschränkte Lebensqualität zurückgewonnen. Die Zählstellen in Effingen, in Umiken und auf der Reussbrücke bei Gebenstorf erfassen durchschnittlich rund 10?000 Motorfahrzeuge (Mfz) weniger pro Werktag (Wt).
Die Abkürzung mit der direkten A3 zwischen Zürich und Basel bringt erwartungsgemäss eine Verlagerung vom Belchentunnel der A2 in den Bözbergtunnel, die mit gut 4?000 Mfz/Wt allerdings knapper als prognostiziert ausfällt. Teilweise grosse Entlastungen verzeichnen die andern Hauptübergänge über den Jura (5 bis 27%) und die Rheintalstrasse (19%).
Die A3 bringt für den Raum Brugg/Windisch zwar eine spürbare Erleichterung vom Durchgangsverkehr. Demgegenüber steht die verkehrsanziehende Wirkung des Autobahnzubringers zum A3-Anschluss Brugg, die deutlicher als erwartet ausfällt. So hat der Verkehr auf der Hauserstrasse in Windisch um einen Viertel zugenommen.
Im früher allgemein sehr stark belasteten Agglomerationszentrum Brugg/Windisch hat die Entlastung durch die A3 das Hauptstrassennetz generell wieder attraktiv werden lassen, dafür hat der Verkehr auf "Schleichrouten", wie der Verbindung Lauffohr-Vogelsang, abgenommen: Die Entlastungen beispielsweise auf der Aarebrücke in Brugg (ca. 7?000 Mfz/Wt) oder auf der Zürcherstrasse in Windisch (5?500 Mfz/Wt) sind dadurch geringer als am Regionsrand (10?000 Mfz/Wt).