Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

800 Meter naturnaher Holzbach :
Fischereibiologische Aufwertungen

Am Holzbach in der Gemeinde Villmergen wurde in den vergangenen zwei Jahren eine Strecke von 800 Metern renaturiert. Die Bevölkerung hat damit einen malerischen Spaziergang erhalten. Mehrere einheimische Fischarten sollen hier wieder leben und sich fortpflanzen können.

Der Holzbach ist ziemlich typisch. Ein gleichförmiges Bachbett mit Betonplatten am Ufer und Betonschwellen am Boden schränkt den Lebensraum für Fische und die übrigen Wassertiere stark ein. Jedes Jahr müssen in Fischzuchtanstalten aufgezogene Fische ausgesetzt werden, weil die natürliche Fortpflanzung fast zum Stillstand kommt. Im Holzbach sollen wieder mehrere einheimische Fischarten leben und sich natürlich fortpflanzen können. Dieser grösste Seitenbach der Bünz wird nach weiteren Arbeiten einen zusammenhängenden Lebensraum mit der Bünz bilden.

Im Herbst 1998 begann die Sanierung. Nach dem Ausfischen wurden die alten Betonplatten unter Schonung des Bachgehölzes entfernt und bis im Frühling 1999 mit grossen Steinen, Holzstämmen und Weidenwalzen ein lebendiges Bachbett erstellt und am Ufer Sträucher gepflanzt. Spezielle Fischverstecke bieten den Tieren Schutz, nach einer im Rheintal von Fischern erprobten Methode.

Der auf einer Strecke von 800 Metern natürlich gestaltete Bach ist ein Gemeinschaftswerk von mehreren Abteilungen des Kantons, dem Bachpächter und der Gemeinde Villmergen. Er ist auch ein Geschenk an die Bevölkerung, die zu einem prächtigen Spaziergang kommt. An einer Medienkonferenz durfte Regierungsrätin Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez den naturnahen Holzbach übergeben und die Teilnehmenden zur ersten offiziellen Begehung einladen.

Die Renaturierung ist Teil der Holzbachsanierung, die sich auch auf den Hochwasserschutz und die Verbesserung der Wasserqualität erstreckt. Das betonierte Bachbett war bei Hochwasser zu eng und zu grosse Wassermengen wurden zu rasch der Bünz zugeleitet.

Seit 1998 stellt der Kanton Mittel für spezifisch fischereibiologische Aufwertungen zur Verfügung. Neue Erkenntnisse und die Erfahrung ermöglichen es, die Finanzmittel sehr effizient zum Schutz und zur Förderung einheimischer Fische, Krebse und anderer Wassertiere einzusetzen. Der Bund beteiligte sich mit 30% an den Baukosten von 242 000 Franken.

  • Staatskanzlei