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200 Jahre Zeughaus Aarau :
Jubiläumsfest und ungewisse Zukunft

Mit einem Festakt in der Kaserne Aarau ist das 200jährige Bestehen des Zeughauses Aarau gefeiert worden. Das Jubiläum fällt in eine Zeit des Umbruchs im Logistikbereich der Armee, von dem auch das Zeughaus und der Waffenplatz Aarau betroffen sind. Als bedeutende Ergänzung zur aargauischen Kantonsgeschichte wurde an der Jubiläumsfeier das Buch von Hans-Peter Widmer "Helm auf! Das Wehrwesen im Kanton Aargau 1803 bis 2003, 200 Jahre Zeughaus Aarau 1804 - 2004" vorgestellt.

Im Jahr 1804 bestimmte die Aargauer Regierung die Festungsanlage Aarburg zum ersten Zeughaus des Kantons Aargau. Ab 1814 befand sich das Zeughaus im heutigen General-Herzog-Haus im Aarauer Kasernenareal. 1933 wurde schliesslich das neue Gebäude an der Rohrerstrasse in Aarau bezogen, welches bis zum heutigen Tag das Zeughaus unseres Kantons beherbergt.

Im Festakt gingen die Rednerinnen und Redner aus der Stadt Aarau, der Politik, Armee und Verwaltung auf die Geschichte des Zeughauses Aarau sowie seine kundenbewussten Dienstleistungen ein. Militärdirektor Ernst Hasler dankte den ehemaligen und jetzigen Mitarbeitenden des Zeughauses für ihren zuverlässig geleisteten Beitrag zu einer gut funktionierenden Armee. Hasler äusserte sich zuversichtlich, dass im neuen Logistikkonzept der Armee der Kanton Aargau eine wichtige Funktion einnehmen wird: "Unser Kanton hat durch seine zentrale Lage gute Trümpfe für die Standortwahl eines Logistikzentrums mit neuen Arbeitsplätzen. Dadurch ergeben sich auch für die Mitarbeitenden des Zeughauses Aarau Beschäftigungschancen." Am 6. Dezember wird der Bundesrat das neue Standortkonzept der Logistik vorstellen. Wenn es in der Folge zu einem unumgänglichen Stellenabbau kommt, wird sich der Regierungsrat für sozialverträgliche Lösungen einsetzen.

Urs Müller, Betriebsleiter des Zeughauses und Waffenplatzes Aarau, verwies auf frühere und aktuelle Herausforderungen, die vom Zeughaus immer tatkräftig angenommen und bewältigt wurden. Mit Blick auf die Abbaumassnahmen appellierte er an Politik und Armeeführung, verantwortungsbewusst den vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen.

Im Rahmen des Festes wurde das vom Journalisten Hans-Peter Widmer verfasste Buch "Helm auf! Das Wehrwesen im Kanton Aargau 1803 bis 2003, 200 Jahre Zeughaus Aarau 1804 - 2004" vorgestellt. Entstanden ist ein 216 Seiten starkes Werk, welches erstmalig die Geschichte des Kantonalen Zeughauses mit der Geschichte des Aargauer Wehrwesens und der Aargauer Miliz verbindet und damit eine wichtige Ergänzung zur aargauischen Kantonsgeschichte darstellt.

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