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Wohlen: Mutmassliche Schmuck-Betrüger festgenommen

Im Auto von vier rumänischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren wurden 15 kg minderwertigen Schmuckes gefunden. Vor ihrer Festnahme hatten der Lenker des Autos versucht, mit einer sehr gefährlichen Fahrweise der Polizei zu entkommen.

Am Donnerstag, 9. März 2006 war ein Angehöriger der Regionalpolizei zur Mittagszeit mit seinem Privatauto auf dem Heimweg. In Richtung Bremgarten fahrend wurde er ausgangs Wohlen in einer Linkskurve von einem Opel riskant überholt. Die vier Fahrzeuginsassen bemerkten dabei offensichtlich den uniformierten Polizisten. Dies veranlasste den Lenker des Opels zu einer halsbrecherischen Fahrweise. So führte er im Bremgartner Wald mehrere sehr riskante Überholmanöver aus. Um eine Kollision zu verhindern, sahen sich entgegenkommende Fahrzeuglenker gezwungen, auf Waldwege oder sogar auf die Gegenfahrbahn auszuweichen.

Der Polizist folgte in sicherem Abstand und forderte Verstärkung an. In einem der beiden Strassentunnel der Umfahrung Bremgarten nutzte er eine kurze Stockung des Verkehrs und stellte das still stehende Fahrzeug. Die kurz darauf eintreffenden Kräfte der Kantonspolizei nahmen die vier Fahrzeuginsassen folglich fest.

Beigezogene Fachleute der Grenzwacht durchsuchten das in Frankreich eingelöste Auto gründlich. Dabei fanden sie im Kotflügel versteckt mehrere Beutel mit insgesamt 15 kg Schmuck. Dabei handelt es sich um minderwertige Gold-Imitate. Da diese aber ein Gold-Prägezeichen aufweisen, sind Ermittlungen wegen Warenfälschung und Betrugs eingeleitet worden. Beim Lenker des Autos handelt es sich um einen 19-jährigen Rumänen. Mit ihm waren zwei Männer im Alter von 16 und 23 Jahren sowie eine 21-jährige Frau unterwegs. Alle vier haben in der Schweiz keinen Wohnsitz. Das Bezirksamt setzte die vier Landsleute für weitere Abklärungen in Untersuchungshaft.

Die vier Festgenommenen hatten bereits am Donnerstagvormittag versucht, in einem Quartier in Wohlen vermeintlichen Goldschmuck zu verkaufen. Trotz polizeilicher Fahndung hatten sie nicht angetroffen werden können.