Vogelsang: Risiko unterschätzt
Auf einer Luftmatratze waren gestern Nachmittag zwei junge Leute auf der Limmat unterwegs. Bei einem Stauwehr gerieten sie in Schwierigkeiten und schafften es knapp, sich ans Ufer zu retten. Die Polizei hatte bereits eine Rettungsaktion eingeleitet.
Auf einer Luftmatratze waren die 22-jährige Frau und ihr 23-jähriger Freund am Sonntagnachmittag, 21. Juli 2013, auf der Limmat unterwegs. Beide trugen weder Schwimmwesten noch hatten sie sonstiges Rettungsmaterial dabei. Zudem kannten sie den Flussabschnitt nicht.
Etwa um 16.30 Uhr trieben sie bei Vogelsang auf das dortige Stauwehr zu. Aufgrund der plötzlich stärker werdenden Strömung wollten sie das Ufer erreichen. Dies misslang, was beide in Panik versetzte. Mit grosser Anstrengung schaffte es der junge Mann, an Land zu kommen. Seine Freundin kam jedoch nicht länger gegen die Strömung an und konnte sich mit letzter Kraft an einem Ast festhalten.
Ein Anwohner hörte die Hilfeschreie des jungen Mannes und alarmierte sofort die Kantonspolizei. Er nahm ein Seil und suchte die fragliche Stelle. Dort stieg er beherzt ins Wasser und rettete die junge Frau.
Inzwischen hatten mehrere Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizeien Zurzibiet und Brugg einen Rettungseinsatz eingeleitet. Bereits war auch die Feuerwehr Wettingen mit einem Boot im Anmarsch. Dieses kam jedoch nicht mehr zum Einsatz.
Die junge Frau zog sich Schnittverletzungen am Fuss zu, welche durch eine Ambulanz versorgt werden musste. Ansonsten kam sie mit dem Schrecken davon.
Dieses Beispiel zeigt, wie die besonders von Flüssen ausgehenden Gefahren immer wieder unterschätzt werden. In Anbetracht der weiterhin hochsommerlichen Wetterbedingungen mahnt die Kantonspolizei dazu, die Flussregeln strikte zu befolgen.