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Seengen: Dohlen wurden vergiftet

Einige der am 23. Juni beim Schloss Hallwil aufgefundenen toten Dohlen wurden am Uni-Tierspital Bern untersucht. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass die Tiere vorsätzlich getötet wurden.

Nachdem am 23. Juni 2006 beim Schloss Hallwil gegen 60 Dohlen verendeten, wurde durch die Sektion Jagd und Fischerei eine Untersuchung eingeleitet. Einige tote Exemplare der geschützten Vogelart wurden durch das Uni-Tierspital einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Das Institut universitaire de médecine légale in Lausanne widmete sich der toxologischen Untersuchung des Mageninhalts der Vögel. Das Ergebnis der ausführlichen Untersuchungen zeigt nun klar auf, dass die Vögel vorsätzlich getötet wurden. Die toten Dohlen hatten Getreidekörner gefressen, welche mit einer sehr hohen Konzentration eines Insektizids versehen waren. Der Untersuchungsrichter hat nun die Polizei beauftragt, die Suche nach den unbekannten Vogelvergiftern zu intensivieren. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sowie spezieller Hinweise der Vogelwarte Sempach, kann der Sektor für die Vergiftung auf die Gemeinden Boniswil, Hallwil und Seengen eingeschränkt werden. Die Ermittlungsbehörde geht daher davon aus, dass die vergifteten Getreidekörner auf Fruchtflächen dieser drei Gemeinden ausgelegt wurden. Personen welche in diesem Zusammenhang verdächtige Feststellungen gemacht haben oder Hinweise zur Täterschaft geben können werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei in Lenzburg, Telefon 062 886 01 17, in Verbindung zu setzen.