Schöftland: Versuchte Tötung
Ein 64jähriger Schweizer wurde von seinem 30jährigen Sohn durch einen Messerstich in die Nierengegend schwer verletzt und musste ins Spital eingeliefert werden. Der Täter stellte sich nach der Tat auf dem Polizeiposten in Schöftland. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen.
Am Montag, 7. Januar 2002, kurz vor 16.30 Uhr, erschien der bei seiner Grossmutter lebende 30jährige Schweizer am Wohnort seiner Eltern in Schöftland. Im Verlaufe eines Gespräches stellte er seinem Vater mehrmals eine Frage bezüglich der angeblich bevorstehenden Bevormundung, erhielt aber keine Antwort. In der Folge geriet der Sohn in Rage, begab sich in die Küche, behändigte dort ein Küchenmesser und folgte seinem Vater auf den Sitzplatz. Dort stellte er ihm die Frage nochmals und als er wiederum keine Antwort bekam, stach er mit dem Messer zu und verletzte den Vater durch einen Stich in der Nierengegend. Anschliessend legte er das Messer in die Küche zurück und verliess das Elternhaus Richtung Polizeiposten.
Das Opfer flüchtete zu einem Nachbarn von wo aus Polizei und Ambulanz benachrichtigt wurden. Der Verletzte wurde mit der Ambulanz ins Kantonsspital nach Aarau eingeliefert. Gemäss Auskunft der Ärzte dürfte keine Lebensgefahr bestehen.
Auf dem Weg zum Polizeiposten traf der Täter vor dem Gemeindehaus auf seine Grossmutter die zufällig unterwegs war und griff auch diese noch tätlich an. Die Frau stürzte und erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf. Sie musste sich ambulant behandeln lassen.
Nach dieser Begegnung mit der Grossmutter begab er sich nun auf dem direkten Weg zum Polizeiposten und stellte sich dort. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen. Der 30jährige Mann ist seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung und ging auch keiner geregelten Arbeit mehr nach. Weiter Einzelheiten sind Gegenstand der Untersuchung.