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Rheinfelden: 84 Einbruchdiebstähle aufgeklärt

Über ein Jahr war im Bezirk Rheinfelden ein Einbrecher aktiv, der im Dezember 2001 in der Person eines 31-jährigem Mannes aus der Bundesrepublik Jugoslawien festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt werden konnte. In dem gegen ihn geführten polizeilichen Ermittlungsverfahren konnten 84 Einbruchdiebstähle abgeklärt werden.


Seit November 2000 war im Bezirk Rheinfelden ein Einbrecher aktiv, der sich auf Einfamilienhäuser spezialisiert hatte. Die Besonderheit lag darin, dass er immer mit einem Stein ein Fenster einschlug, weshalb der unbekannte Einbrecher von Polizei auch bald einmal "der Steinwerfer" genannt wurde.
Umfangreiche Fahndungsmassnahmen und Ermittlungen durch die Bezirkspolizei blieben vorerst ohne Erfolg. Mitte Dezember 2001 stiess die Polizei beim Vollzug einer Hausausweisung auf verdächtige Gegenstände die aus solchen Einbruchdiebstählen stammten und was noch wichtiger war, auf den Reisepass eines Jugoslawen. Es stellte sich heraus, dass dieser Jugoslawe der mit einer Landesverweisung belegt ist, offenbar zeitweise dort Unterschlupf gefunden hatte. Nun konzentrierte sich die Fahndung ausschliesslich auf diesen Mann. Schlussendlich konnte er am 20. Dezember 2001 in Möhlin angehalten werden. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen. In der Folge wurde die Kriminalpolizei im Polizeikommando mit der Durchführung eines Ermittlungsverfahrens beauftragt.
Der Mann gab zu Protokoll, im September 2000 in die Schweiz eingereist zu sein und sich seither illegal hier aufgehalten zu haben, wobei er bei Verwandten und Bekannten logierte. Er gab sich auch bald als den lange gesuchten "Steinwerfer" zu erkennen. Wie heute feststeht, hat er seit der Einreise in die Schweiz bis zu seiner Verhaftung nicht weniger als 84 Einbruchdiebstähle in Einfamilienhäuser verübt und dies hauptsächlich in den Gemeinden Möhlin, Rheinfelden, Wallbach, wobei er immer alleine gewesen und zu Fuss oder per Zug an die Tatorte gelangt sein will. Das Diebesgut (Uhren Schmuck etc. ) verkaufte er an verschiedene Abnehmer von Altgold im Grossraum Basel sowie an einen Landsmann. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf 301'000 Franken und er Sachschaden auf 96'000 Franken.
Der Mann befindet sich weiterhin in Haft und wird sich für seine Taten zu einem späteren Zeitpunkt vor dem Richter zu verantworten haben.