Oberrüti / Zurzach: Räuber ermittelt
Beim Raüber von Oberrüti und Zurzach handelt es sich um den 23-jährigen Schweizer der sich am letzten Samstag im Wald in Oberwil-Lieli erschiessen wollte. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Wie berichtet, wurde am 16. Januar 2001 in Oberrüti eine Frau von einem Mann der sich als Militäpolizist ausgab mit einer Pistole bedroht, gefesselt und anschliessend beraubt. Sie konnte erst am Abend durch ihren heimkehrenden Mann aus der misslichen Lage befreit werden.
Am 2. Februar verübte der gleiche Täter in Zurzach einen Raubüberfall auf die Geschäftsinhaberin des Freizeit- und Geschenkshops. In diesem Zusammenhang wurde beobachtet, dass der Täter mit einem PW Mazda flüchtete. Entsprechende Recherchen durch die Polizei führten mitunter auch zur Halterin eines solchen Fahrzeuges im Bezirk Bremgarten. Diese erklärte aber, dass ihr Auto zur Zeit von ihrem Freund benutzt werde. In der Folge wurde dieser Mann, ein 23-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Zürich, auf Samstag, 9. Februar 02, auf 14.00 Uhr, zur Befragung auf den Polizeiposten Bremgarten vorgeladen. Da er sich offenbar des Grundes der Vorladung bewusst war, kam es dann zu diesem Zwischenfall beim Waldhaus in Oberwil-Lieli, wo er sich das Leben nehmen wollte. Durch einen Psychiater konnte er nach längerem Verhandeln davon abgehalten werden.
Der Mann wurde dann auf Verfügung des Bezirksamtes zwecks weiteren Abklärungen und Überprüfungen in Haft genommen. In der Zwischenzeit hat er Gestanden, die Raubüberfälle in Oberrüti und Zurzach begangen zu haben. Motiv für die beiden Straftaten sind angeblich finanzielle Probleme.
Weitere Einzelheiten sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.