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Murgenthal: «Taubstumme» stahlen Servierportemonnaie

Unter dem Vorwand, «taubstumm» zu sein, lenkte gestern ein Unbekannter die Serviceangestellte eines Restaurants ab. In der Zwischenzeit entwendete ein Komplize das Portemonnaie. Zur Zeit gehen bei der Polizei wieder täglich Meldungen über solche Bettler ein.

Der Unbekannte erschien am Samstagnachmittag, 21. Juli 2012, in einem Restaurant in Murgenthal. Der gerade allein anwesenden Serviceangestellten wies er einen Zettel vor, wonach er «taubstumm» sei und um eine Spende bitte. Die Angestellte verweigerte dies und wies den Mann aus dem Lokal. Sie sah noch, wie er draussen wegrannte. Wenig später bemerkte sie, dass das in einer Schublade deponierte Servierportemonnaie mit mehreren hundert Franken Inhalt fehlte.

Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizei Zofingen fahndeten nach der Täterschaft. Diese blieb jedoch verschwunden. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass ein Komplize den Diebstahl beging, als die Serviceangestellte durch den vermeintlich Gehörlosen abgelenkt war.

Gestern Nachmittag traten auch in Zofingen und Wohlen solche Bettler auf. In Wohlen konnte die Polizei einen Rumänen aus dem Elsass kontrollieren und wegweisen. Unklar bleibt, ob Zusammenhänge zu Zofingen und Murgenthal bestehen.

Die Kantonspolizei erhält täglich Meldungen über diese Bettler, bei denen es sich mehrheitlich um Osteuropäer handelt. Immer wieder kommt es vor, dass diese die hilfsbereiten Spender bestehlen. Daher warnt die Kantonspolizei vor diesen Leuten und rät davon ab, Geld zu geben. Nach polizeilichen Erkenntnissen sind diese Bettler frei von Hörbeschwerden und wollen mit der Masche lediglich Mitleid erwecken. Meist gehören sie organisierten Gruppierungen an.