Lenzburg: Grosse Geldbeträge erschwindelt
Mit einer erfundenen Geschichte ist es einer unbekannten Frau gelungen, bei zwei Seniorinnen mehrere zehntausend Franken zu erschwindeln. Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrügern.
Vor einigen Wochen erschien bei einer Seniorin in Lenzburg eine ausländische Frau an der Haustüre. Sie war in Begleitung eines Mädchens und verwickelte die Seniorin in ein Gespräch. Sie gab vor, in Aarau zu wohnen und klagte, dass ihr im Balkan wohnhafter Sohn eine neue Niere brauche, sie aber diese Operation nicht bezahlen könne. Die gutgläubige Seniorin liess sich in der Folge dazu bewegen, der Frau rund 40'000 Franken in bar zu übergeben. Als plötzlich Zweifel an der Rechtmässigkeit des vermeintlichen Darlehens aufkamen, meldete sich die Seniorin diese Tage bei der Kantonspolizei. Dort bestätigte sich, dass sämtliche Personalien, die sogar auf einer schriftlichen Darlehensvereinbarung festgehalten waren, frei erfunden waren.
Bereits im November 2010 hatte offensichtlich dieselbe Frau in Lenzburg mit der gleichen Geschichte bei einer anderen Seniorin über 40'000 Franken erschwindelt. Die Geschädigte meldete sich anfangs Juli bei der Kantonspolizei, um Anzeige zu erstatten.
Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrügern. Sie suchen sich gezielt ältere Menschen als Opfer aus und missbrauchen deren Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit schamlos.