Baden: Vorsicht, "Enkeltrick-Betrüger"!
Möglicherweise die gleiche Täterschaft rief gestern mehrere ältere Menschen an. Unter dem Vorwand, Bekannte zu sein, versuchten Sie, von den Senioren hohe Geldbeträge zu erschleichen. Die Betroffenen reagierten richtig - sie verständigten die Polizei.
Ein 84-jähriger Mann aus Baden erhielt am Dienstagmorgen, 20. Mai 2008, einen Anruf von einem Mann. Auf Hochdeutsch gab sich dieser als einen Bekannten von früher aus. Im Lauf des Gesprächs gelang es ihm, das Vertrauen des älteren Mannes zu gewinnen. Schliesslich erklärte der Anrufer, dass er für den Erwerb einer Eigentumswohnung eine Anzahlung leisten müsse. Aufgrund eines Terminproblems bat der Unbekannte den Senior, ihm bis am Abend 45'000 Franken zu leihen.
Der ältere Mann glaubte die Geschichte anfänglich und hob den Betrag bei seiner Bank ab. Plötzlich stiegen jedoch Zweifel auf, worauf er den tatsächlichen Bekannten anrief. Als dieser nichts von der Sache wusste, brachte der Senior des Geld auf die Bank zurück und verständigte am Nachmittag die Kantonspolizei. Als der Unbekannte erneut anrief und erfuhr, dass die Polizei eingeschaltet worden war, legte er den Hörer sofort auf.
Ebenfalls am Nachmittag meldete sich eine 77-jährige Frau bei der Stadtpolizei Baden und schilderte einen ähnlichen Vorfall. Sie hatte jedoch frühzeitig Verdacht geschöpft und hatte sich nicht auf den Anrufer eingelassen. Wie die Frau der Polizei sagte, wisse sie von einer anderen Seniorin, welche ebenfalls einen solchen Anruf erhalten habe.
Die Kantonspolizei geht davon aus, dass hinter all diesen Anrufen die gleiche Täterschaft steckt. Nähere Erkenntnisse liegen allerdings nicht vor.
Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrügern, die gezielt ältere Menschen aussuchen und leider mit ihrer Methode immer wieder erfolgreich sind. Betroffene sollen sich keineswegs auf solche Gespräche einlassen und umgehend die Kantonspolizei (Notruf 117) verständigen. Angehörigen empfiehlt die Kantonspolizei, mögliche Opfer zu sensiblisieren.