Baden: Jugendlichen niedergestochen
Mit mehreren Messern, die sie zuvor extra gekauft hatten, gingen zwei junge Männer auf offener Strasse auf einen Jugendlichen los. Sie fügten ihm schwere Stichwunden zu. Er befindet sich im Spital und ist ausser Lebensgefahr. Vier junge Männer befinden sich in Untersuchungshaft.
Die beiden mutmasslichen Täter trafen am Freitag, 8. Juni 2007, etwa um 19:15 Uhr bei einem Imbiss-Stand an der Badstrasse auf ihr Opfer, einen 17-jährigen Türken. Mit dem Messer in der Hand gingen die beiden zielstrebig auf diesen zu. Beide stachen zu und trafen den Jugendlichen in den Bauch und in den Oberschenkel. Der Verletzte rannte davon und vermochte den Angreifern zu entkommen.
Mit den Messern in den Händen machten sich die beiden Angreifer auf die Suche nach dem Flüchtigen und rannten in Richtung Bahnhof. Dort fielen die beiden verschiedenen Passanten auf, welche die Kantonspolizei alarmierten. Sofort fahndeten Kräfte von Kantonspolizei und Stadtpolizei Baden nach den beiden.
Zwei Polizisten der Stadtpolizei stiessen in der Einkaufspassage Metro-Shop am Bahnhof auf einen der Gesuchten. In beiden Händen hielt er je ein langes Messer. Die Polizisten konnte ihn entwaffnen und in Handschellen legen. Den zweiten Mann konnte die Stadtpolizei praktisch gleichzeitig auf einem Bahnsteig festnehmen. Bei ihm wurden drei Messer gefunden.
Bei den beiden Verhafteten sind 18- und 20-jährig und stammen aus dem ehemaligen Serbien-Montenegro. Beide wohnen in den Bezirken Baden und Zurzach.
Inzwischen hatte sich das Opfer mit einem Taxi ins Kantonsspital Baden führen lassen. Dort erwiesen sich die Verletzungen als schwerwiegend. Nach einer Notoperation befindet sich der Mann jedoch ausser Lebensgefahr.
Die polizeilichen Ermittlungen lieferten bald Hinweise auf die Vorgeschichte der Tat. So waren die beiden mutmasslichen Täter in Begleitung zweier Kollegen im Metro-Shop an eine Gruppe junger Albaner geraten. Folglich hatten sie sich mit diesen eine Schlägerei geliefert. Die vier waren jedoch unterlegen und hatten flüchten müssen. Sie hatten sich aber Rache geschworen und hatten in einem nahen Warenhaus fünf grosse Küchenmesser gekauft. Folglich hatten sie nach den Rivalen gesucht. Beim Imbissstand hatten sie geglaubt, ein Mitglied der anderen Gruppe gefunden zu haben und griffen den 17-jährigen Türken daher an. Nach heutigen Erkenntnissen hatte dieser jedoch mit den Vorfällen absolut nichts zu tun.
Die beiden Begleiter der Verhafteten waren inzwischen an ihren Wohnort im Bezirk Zurzach zurückgekehrt. Die Kantonspolizei verhaftete die beiden noch in der Nacht. Es handelt sich um einen 18-jährigen Deutschen und einen 17-Jährigen aus dem ehemaligen Serbien-Montenegro.
Alle vier befinden sich für weitere Abklärungen in Untersuchungshaft.